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Secboard: Boarden per Fingerabdruck

11.10.2005 | 11:31 Uhr |

Sicherheitskontrollen anhand biometrischer Daten werden mittelfristig wohl zum gewohnten Bild an Flughäfen gehören. Eine neue Lösung in diesem Bereich stellt nun der IT-Dienstleister Lufthansa Systems in Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei auf der Fachmesse "Interairport" in München vor: Secboard.

Vom 11. bis 14. Oktober stellen der IT-Dienstleister Lufthansa Systems und die Bundsdruckerei auf der Fachmesse " Interairport " in München eine neue, biometrie-gestützte Sicherheitslösung für Flughäfen vor: Secboard. Das System soll der Identifizierung der Passagiere dienen und direkt in den Abfertigungsprozess integriert werden. Neben dem Plus an Sicherheit soll das System den Passagieren das Reisen komfortabler machen.

Das System besteht aus zwei Teilen: Zunächst werden über eine Registrier-Station die Fingerabdrücke des Passagiers erfasst und auf eine Smartcard übertragen, die auch bei späteren Flügen verwendet werden kann. Darüber hinaus ist die Karte mit einem Foto des Besitzers sowie einer Seriennummer versehen. Letztere wird beim Check-in mit der Buchung verknüpft.

Der zweite Teil von Secboard kommt bei der Boarding-Station zwischen Check-in und Flugzeug zum Einsatz. Hier wird der Fingerabdruck des Passagiers eingescannt und mit den gespeicherten Daten auf der Smartcard verglichen. Nur bei einer Übereinstimmung darf der Passagier dann ins Flugzeug.

Um Fälschungen zu vermeiden, werden die Daten laut Hersteller mit dem so genannten Basic Access Control-Verfahren gesichert. Dieses komme auch beim neuen deutschen elektronischen Reispass zum Einsatz, so die Entwickler.

Besucher der "Interairport", die das System testen möchten, können sich am Stand der Bundesdruckerei eine Smartcard mit den persönlichen Daten ausstellen lassen und diese am Boarding-Terminal des Lufthansa-System-Stands ausprobieren.

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