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Seat und Samsung: Parkhaus-App und Fingerabdruck-Autorisierung

23.02.2016 | 14:53 Uhr |

Seat, Samsung Electronics und SAP SE zeigen auf dem MWC in Barcelona eine Parkhaus-App mit Samsung Pay. Und die Fingerabdruck-Autorisierung für fremde Autos.

Seat und Samsung arbeiten bereits seit 2015 zusammen. Beim Seat Ibiza Connect stellt Samsung das mit dem Auto mitgelieferte Android-Smartphone und arbeitet an der Infotainment-Software und der Smartwatch-Integration mit. Jetzt stößt SAP zu dieser Allianz.

Der Plan sieht vor, dass die Seat-Connect-App es dem Nutzer ermöglicht, von überall aus einen Parkplatz via Fingerabdruck-Erkennung zu reservieren, den Fahrer zum Parkplatz zu navigieren und automatisch die Zufahrtsschranke zu öffnen, sobald das Auto sich nähert. Wenn der Fahrer das Parkhaus wieder verlässt, kann die Parkgebühr direkt über die App gezahlt werden, ohne dass der Fahrer das Auto verlassen muss.

Die Bezahlung erfolgt über die Samsung-Pay-Plattform. Die Südkoreaner haben Samsung Pay derzeit zwar erst in Südkorea und in den USA eingeführt, doch in den nächsten Monaten soll dieses Bezahlsystem auch nach Europa kommen. Im vierten Quartal 2015 startete SAP das SAP Vehicles Network (SVN) in den USA und in Europa mit Samsung Pay als Partner. Der Fokus liegt hier auf fahrzeugbasierten Services, wie vernetztes Parken und vernetztes Tanken.

Seat demonstriert diese Park-App in Barcelona in Zusammenarbeit mit dem Parkhausbetreiber Saba, SVN-Mitgliedern (z.B. EasyPark) und der Stadt Barcelona.

Digital Key Sharing: Fingerabdruck-Autorisierung

Ein weiteres Projekt, das von Seat und Samsung auf dem MWC vorgestellt wird, ist die Weiterentwicklung einer Technologie, mit der vom Smartphone oder Wearable aus die Autotüren ver- und entriegelt sowie die Scheiben und die Klimaanlage fernbedient werden können.    

Der Besitzer des Fahrzeugs kann von unterwegs eine Autorisierung an eine andere Person schicken, die es ihr erlaubt, das Auto zu nutzen, ohne dass ein Schlüssel übergeben werden muss. Dazu müssen sich beide Personen nicht einmal am selben Ort aufhalten. Die Technologie sendet eine Autorisierung, die eine Kopie des digitalen Schlüssels auf dem Smartphone des Empfängers bereitstellt.

Es gibt die Möglichkeit, ein Zeitlimit für die Nutzung des digitalen Schlüssels zu definieren – ist es abgelaufen, endet die Nutzungsberechtigung für das Fahrzeug automatisch. Dieses App-Projekt verfügt auch über die Möglichkeit, verschiedene digitale Schlüssel zu organisieren. In einem weiter fortgeschrittenen Stadium des Projekts soll es die Möglichkeit geben, Fahrzeugfunktionen wie Leistung, maximale Geschwindigkeit oder Fahrmodi für effizienteres Fahren für einzelne digitale Schlüssel zu konfigurieren oder einzuschränken.

Auf dem MWC zeigt Seat ein Fahrzeug am SAP-Stand (Halle 3, 3M41), das die Zukunftsvision des Connected Car darstellt. Dazu wird es eine gemeinsame Funktionen-Demonstration von Seat, Samsung und SAP geben.

Zusätzlich wird Seat im Rahmen des Mobile World Congress 2016 in Barcelona eine Machbarkeits-Studie der neuen MY SEAT-App vorstellen, die in Zusammenarbeit mit Accenture entwickelt wurde. Die App gibt einen Ausblick auf neue Serviceangebote, die durch das Internet of Things (IoT) und die Vernetzung von Kunde und Fahrzeug ermöglicht werden. Am Accenture Stand (Halle 2) können die neuen Funktionen der MY SEAT-App - nach vorheriger Anmeldung - ausprobiert werden: Steuerung von vernetzten Heimgeräten, die Möglichkeit, Warnungen und Mitteilungen des Armaturenbretts anzuzeigen, die Überwachung des Fahrverhaltens, um Fahrtipps anzubieten, die Leistung zu steigern und sogar Geld durch geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger ungeplante Werkstattaufenthalte zu sparen.

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