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Schweizer Bank vermisst Festplatte mit Kundendaten

01.06.2005 | 14:15 Uhr |

Die Suche nach einer ausgesonderten Festplatte ruft die Aufsichtsbehörde auf den Plan.

Die Schweizer Investment-Bank UBS (United Bank of Switzerland) sucht eine Festplatte, die möglicherweise vertrauliche Daten enthält, berichtet die Zeitung "The Times", London. Die mobile Festplatte wurde in der japanischen Niederlassung der UBS im Rahmen eines Software-Upgrades ausgetauscht und sollte zerstört werden. Da sich offenbar zwei Abteilungen nicht darüber im Klaren waren, welche von beiden für die Entsorgung zuständig war, hat die Bank nun ein Problem.

Die japanische Finanzaufsicht FSA (Financial Services Agency) wurde pflichtgemäß über den Verlust informiert und nimmt die Angelegenheit sehr ernst. Ob die Festplatte vertrauliche Daten enthält, wird sich wohl erst herausstellen, wenn sie gefunden wird. Sie könnte eine große Anzahl von Daten über Transaktionsabläufe von Geschäftskunden der UBS enthalten.

Das Metallgehäuse, in dem die Festplatte enthalten war, wurde gefunden, war jedoch leer. Bislang konnte jedoch nicht geklärt werden, ob die Festplatte in fremde Hände gefallen sein kann.

Dieser Vorfall ist der jüngste in einer Reihe in letzter Zeit bekannt gewordener Verluste von Datenträgern bei Banken und anderen Institutionen. So hatte das Finanzunternehmen Ameritrade in diesem Frühjahr verloren gegangene Bandkassetten mit Backups zu beklagen ( wir berichteten ). Ähnliches widerfuhr der Bank of America im Dezember 2004.

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