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Schwedische Studie deckt Zusammenhang zwischen Handynutzung und Krebsrisiken auf

Für leichte Panik unter Mobilfunknutzern sorgte in den letzten Tagen eine Gruppe schwedischer Wissenschaftler. Anhand einer umfangreichen gesundheitlichen Studie wurden die Zusammenhänge zwischen Handynutzung und Hirntumor-Risiken aufgedeckt.

In der vergangenen Woche veröffentlichte das Swedish National Institute for Working Life, welches sich unter anderem mit gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz beschäftigt, eine Massenstudie zum Thema „Krebsrisiken für Mobilfunknutzer“. Die Ergebnisse (veröffentlicht in den International Archives of Occupational and Environmental Health) zeigten deutlich auf, dass Handybesitzer, besonders Vieltelefonierer, das Risiko für einen Hirntumor steigern.

In Zuge der Studie wurden 2200 Krebspatienten und dieselbe Anzahl gesunder Menschen genauestens beobachtet. So konnte auch eine Verbindung zwischen häufigem Handygebrauch und bestimmten Krebsarten festgestellt werden. Kjell Mild, Leiter der Studie, fand heraus, dass Mobilfunknutzer einem um 240% erhöhtem Hirntumor-Risiko auf der Seite des Kopfes ausgesetzt sind, an der das Handy benutzt wird.

Dies bedeutet jedoch nicht, daß Sie nun gänzlich auf ihr mobiles Telefon verzichten müssen. Die Studie beruht auf dem häufigen Gebrauch des Handys, welcher mit einer Stunde täglichen Telefonierens über einen Zeitraum von sechs Jahren definiert wurde. Um das Risiko zu reduzieren, empfiehlt das schwedische Institut die Verwendung einer Freisprechanlage oder eines Headsets.

Oben erwähnte Studie ist im übrigen die Größte bisher durchgeführte. Britische Wissenschaftler befassen sich schon seit einigen Jahren mit dem Zusammenhang von Handynutzung und erhöhten Krebsrisiken, die bisher erzielten Ergebnisse waren jedoch, aufgrund von kleineren Testgruppen weniger aussagekräftig.

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