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Schweden sind neugierig und Briten haben schlechte Manieren

04.04.2006 | 16:53 Uhr |

Eine im Auftrag des für den schwedischen Netzbetreiber Telia Sonera durchgeführte Studie stellt fest, dass die Schweden extrem an der SMS-Korrespondenz ihrer Partner interessiert sind. Demnach lesen über zwei Drittel aller Schweden heimlich die SMS ihrer Partner. Gründe dafür sind entweder Eifersucht oder pure Neugierde.



Der beliebteste Zeitpunkt zum Nachschlagen nach Konkurrenz bzw. zur Überprüfung der bedingungslosen Treue ist gekommen, wenn der Partner im Bad, besser noch unter der Dusche verschwindet: dann machen es sich 64% der Befragten mit des Partners Handy und der darin verborgenen Korrespondenz auf dem Sofa gemütlich. Ganz ohne Grund sind die Schweden laut Studie nicht misstrauisch: stattliche 86% der Befragten gaben zu, mit jemandem über SMS geflirtet zu haben, 40% - man sollte sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen - sind sogar (via SMS) "noch weiter" gegangen. Dabei drohen die Schwedinnen in alte Klischees zu verfallen: 45% der Frauen gaben an, regelmäßig das SMS-Postfach ihres Partners zu inspizieren, im Gegensatz zu 31% der Männer.



Unterdessen untersucht eine Studie im Auftrag von T-Mobile UK das Telefonierverhalten und die "Handy-Kultur" in den Büros Großbritanniens. Das Ergebnis wirft ein schlechtes Bild auf englische Mobilfunker, 62% aller Angestellten fühlen sich demnach von den "schlechten Angewohnheiten" beim Telefonieren ihrer Kollegen gestört. Diese manifestieren sich vornehmlich in Meetings: völlig schamlos wird während britischer Konferenzen gesmst, ans Telefon gegangen oder sich mit dem liebgewonnenen 3D-fähigen Smartphone die Zeit vertrieben.

Nur 37% aller 5000 Befragten empfinden es als peinlich, wenn sich mitten im Gespräch lautstark der Realtone ihres Handys bemerkbar macht; demgegenüber stehen 87%, die sich von einem eingehenden bzw. sogar angenommenen Telefonat äußerst gestört fühlen. Auch das Tippen von Kurznachrichten während wichtiger Zusammenkünfte wird nicht gern gesehen: 80% halten diese stille Form der Konversation für ablenkend und inakzeptabel während eines gemeinsamen Gesprächs. Das trifft im übrigen nicht auf die Nutzung eines Laptops zu: hier fühlen sich nur 38% aller Befragten belästigt.

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