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Schutz vor hoher Telefonrechnung

20.12.2000 | 11:57 Uhr |

Verbraucher müssen vom neuen Jahr an keine Angst mehr vor Telefonrechnungen mit weit überhöhten Rechnungen haben. Ab dem 1. Januar 2001 können Sie selbst festlegen, wie hoch Ihre Telefon-Gebühren maximal sein dürfen. Der Schutz vor Betrug wird sich allerdings nicht auf im Ausland benutzte Handys erstrecken.

Verbraucher müssen vom neuen Jahr an nicht mehr über ihre hohen Telefonrechnungen erschrecken. Vom 1. Januar 2001 an können die Kunden selbst festlegen, bis zu welcher monatlichen Gebührenhöhe sie die Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollten, berichtete die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) am Dienstag in Bonn.

Sie könnten dies zu ihrem eigenen Schutz dem Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen vorgeben. Der Paragraf 18 der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKV) tritt zum 1. Januar 2001 in Kraft.

Die Maßnahme gelte generell für den Sprachtelefondienst im Fest- und Mobilnetz, aber auch bei der Übertragung von Daten und der Nutzung von Mehrwertdiensten, wie der Auskunft, hieß es.

Nicht erfasst seien dagegen Gespräche im Bereich des International Roaming: Wer im Ausland auf seinem Handy angerufen werde oder vom Ausland per Handy nach Deutschland telefoniere, könne keine Gebührenbegrenzung vorschalten.

Den Anspruch auf eine begrenzte Gebührenhöhe kann der Kunde den Angaben zufolge in der Regel gegenüber seinem jeweiligen Vertragspartner geltend machen.

Für die Begrenzung der Gebührenhöhe hat die Regulierungsbehörde drei Möglichkeiten festgelegt: Die monatliche Gesamtsumme der Gebühren könne im Gerät angezeigt werden. Auch eine Ansage im Gerät, sobald das Limit erreicht ist, sei denkbar.

Zudem gebe es die Möglichkeit einer Prepaid-Funktion. Es reiche aus, wenn das Unternehmen dem Kunden eine dieser drei Alternativen anbiete, hieß es.

Auch bei T-Online gibt es die Möglichkeit, den Zugang mit einer Limitsperre zu versehen. Die Höhe des Limits beträgt 400 Mark im Monat und kann derzeit noch nicht vom Anwender nach eigenen Vorgaben abgeändert werden. Ist der Betrag erreicht, wird der Online-Zugang automatisch gesperrt. (PC-WELT, 20.12.2000, dpa/ mp)

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