20272

Schützen Sie sich vor Spionage im Netz

Manch einem Surfer ist es gar nicht bewusst, wie einfach es mittlerweile ist, aus dem Netz ausspioniert zu werden. Viele denken, das es nur über Backdoor-Programme funktioniert, es geht aber auch noch einfacher. PC-WELT verrät Ihnen, wie man sich davor schützen kann.

Manch einem Surfer ist es gar nicht bewusst, wie einfach es mittlerweile ist, aus dem Netz heraus ausspioniert zu werden. Viele denken, das es nur über Backdoor-Programme funktioniert, es geht aber auch noch einfacher. PC-WELT verrät Ihnen, wie man sich davor schützen kann.

Der Qaz-Wurm ist ein Paradebeispiel für einen Wurm, der sich nur über Netzwerke verbreitet. Doch auch beim bloßen Surfen im Internet kann man relativ leicht ausspioniert werden. Was viele Anwender vergessen: Sobald Sie sich ins Internet einwählen, wird Ihnen eine eigene IP-Adresse zugewiesen, und Sie werden somit Teil des Internets.

Ein Test der PC-WELT zeigte, dass sich etwa zwei bis drei Prozent aller Nutzer im Internet ohne Schwierigkeiten ausspioniert werden können, und sich auf die Daten der ungesicherten Computer zugreifen lässt. Insgesamt hat die PC-WELT 30.000 IP-Adressen automatisch untersucht.

Dazu wurde der Adressraum der Provider T-Online und AOL gescannt und gefundene Shares, also freigegebene Pfade, automatisch weiter untersucht. Daten dieser Rechner wurden natürlich nicht angesehen oder gar kopiert. Es ging in unserem Test nur darum zu überprüfen, ob Rechner via Internet ansprechbar sind und ob die Netbios-Share durch ein Passwort gesichert sind.

Wie kann man sich vor solchen Angriffen schützen? PC-WELT gibt Ihnen Tipps, wie Sie unliebsamen Besuch von Ihrem Computer fern haltenfernhalten:

Deinstallieren Sie die "Datei- und Druckerfreigabe", wenn Sie sie nicht benötigen.

Netzwerkfreigaben, die Sie nicht unbedingt benötigen, sollten Sie ausschalten.

Benötigen Sie Netzwerkfreigaben, sollten Sie diese mit einem Passwort schützen.

Deaktivieren Sie alle unnötigen Optionen unter "Eigenschaften / Servertypen", es darf dort unter "Zulässige Netzwerkverbindungen" nur TCP/IP angekreuzt sein, nicht NetBUI oder IPX/SPX-kompatibel. Die letzten beiden Verbindungsmöglichkeiten sind zum Surfen im Internet völlig irrelevant und können somit abgeschaltet werden. Das heißt, dass Angreifer wieder ein Eingangstor weniger zu Ihrem Rechner vorfinden.

Schließlich: Installieren Sie eine Desktop-Firewall wie ZoneAlarm oder Norton Internet Security. So ausgerüstet ist es schon wesentlich schwieriger für einen Angreifer, Daten von Ihrem PC auszuspionieren. (PC-WELT, 20.09.2000, am/mp)

Virenscanner für das Netzwerk (PC-WELT Online, 06.06.2000)

Test: Neue Firewalls (PC-WELT Online, 04.08.2000)

Wenn der Qaz-Wurm wiederkommt (PC-WELT Online, 14.09.2000)

Qaz-Wurm tarnt sich als Notepad (PC-WELT Online, 13.09.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
20272