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Schnüffelprogramme gegen den Partner

02.10.2000 | 11:22 Uhr |

Misstrauische PC-Nutzer überprüfen immer häufiger die Treue ihrer Ehe- und Lebenspartner mit Hilfe von kommerziellen Schnüffelprogrammen. Es sind schon mehrere Fälle bekannt geworden, in denen die Aufzeichnungen von PC-Daten als Scheidungsgrund gedient haben. Die verwendete Schnüffelsoftware hatte ursprünglich einen völlig anderen Zweck: Sie ist zur Überwachung des Internet-Konsums von Kindern gedacht.

Kinderschutzsoftware wird immer häufiger gegen Ehe- und Lebenspartner eingesetzt. Ursprünglich wurden solche Programme entwickelt, um den Internetkonsum von Kindern zu überwachen. Misstrauische PC-Anwender überprüfen neuerdings damit jedoch auch die Treue ihrer Partner. Es sind schon mehrere Fälle bekannt geworden, in denen die Aufzeichnungen von Daten aus den Schnüffelprogrammen als Scheidungsgrund gedient haben, so der Hersteller eines der Programme. Der Besuch von Pornoseiten sorgte dabei genauso für Streit zwischen Partnern wie die eindeutigen Angebote einer Ehefrau, die sie im Chat fremden Männern machte.

Programme zur Überwachung der Surf-Gewohnheiten zeichnen jeden Vorgang auf, den ein Surfer an seinem Computer vornimmt. Internetseiten, Mails und Chatgespräche können so von demjenigen nachverfolgt werden, der die Software installiert hat. In den meisten Fällen hat der Überwachte dabei keine Möglichkeit zu überprüfen, ob seine Eingaben aufgezeichnet werden oder nicht. (PC-WELT, 02.10.2000, dpa/ meh)

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