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Kim Dotcom will eigenes Unterseekabel verlegen

05.11.2012 | 15:20 Uhr |

Ein neues Unterseekabel zwischen Neuseeland und den USA soll die Surfgeschwindigkeit verfünffachen und die Kosten fünfteln. Das Kabel soll Dotcom 400 Millionen Dollar kosten.

Wie der New Zealand Herald berichtet, will Kim „Dotcom“ Schmitz, Chef von Megaupload, ein eigenes Unterseekabel verlegen lassen. Dieses soll Neuseeland und die USA verbinden und die Bandbreite seines neu-geplanten Unternehmens Me.ga verdoppeln. Ganz nebenbei soll das Kabel für neue Jobs in der Region sorgen. Dotcom will Telecom, Vodafone und den anderen Internet Providern aus Neuseeland sein Unterseekabel kostenfrei für Privatkunden zur Verfügung stellen. Behörden und Firmen sollen hingegen zahlen. Das bedeutet zwar nicht, dass der Internetzugang für Privatpersonen kostenlos wird, allerdings würden sich die Gebühren der Provider auf rund ein Fünftel reduzieren. Gleichzeitig soll das Internet durch das neue Kabel drei- bis fünfmal schneller werden. Limits – etwa nach 1 GB Datenverbrauch – soll es keine geben.
 
Das Vorhaben koste Dotcom  400 Millionen Dollar, schreibt die Zeitung. Teilweise soll es über Me.ga finanziert werden, teilweise über Investoren. Ein Vorteil von Neuseeland sei die saubere und günstige Energie. Energie werde ein immer wichtigerer Faktor beim Betreiben von Rechenzentren. Stünde dann auch noch eine schnelle Internetverbindung bereit, wäre Neuseeland ein sehr attraktiver Standort für Rechenzentren. Leider, so Dotcom, investiere die Regierung lieber in Asphalt-Straßen. Dabei, so der Megaupload-Gründer weiter, würden in 10 bis 15 Jahren sowieso die meisten Leute von zuhause aus arbeiten und einkaufen.
 
Es ist nicht der erste Anlauf eines Unternehmens ein neues Unterseekabel zu verlegen. Die 12.950 km lange Strecke zwischen Auckland, Sydney und Los Angeles wollte beispielsweise schon Pacific Fibre stemmen, scheiterte aber am notwendigen Kapital.

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