Schnäppchen-Guide

Die aktuellen Mediamarkt-Angebote unter der Lupe

Freitag den 15.06.2012 um 13:30 Uhr

von Verena Ottmann

Die aktuellen Kamera-Schnäppchen von Mediamarkt unter der Lupe
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Achtung, Kampfpreis: Jeden Freitag lockt Mediamarkt aufs Neue mit interessanten Angeboten. Doch handelt es sich dabei wirklich um Schnäppchen? PC-WELT hat sich den aktuellen Mediamarkt-Prospekt angesehen und die beworbenen Produkte hinsichtlich ihres Schnäppchen-Potenzials untersucht.
Mediamarkt präsentiert Ihnen diese Woche einen bunten Strauß an Digitalkameras: Egal, ob Kompaktmodell, System- oder Spiegelreflexkamera - für jeden Bedarf hat der Elektronikmarkt etwas im Angebot. Doch lohnt sich der Kauf jedes Mal?PC-WELT hat sich die wichtigsten Kameras des aktuellen Mediamarkt-Flyers angesehen.

Spiegelreflexkameras: Hauptsächlich Canons für jeden Geldbeutel

Wer schon immer eine Canon-Spiegelreflexkamera haben wollte, kommt diese Woche bei Mediamarkt voll auf seine Kosten. Denn vom Einsteigermodell bis hin zur Semiprofi-DSLR hat der Elektromarkt alles im Angebot. So gibt's das Einstiegsmodell Canon EOS 1100D für 444 Euro . Im Preis inbegriffen ist das Tamron-Objektiv AF 18-200 mm 3,5-6,3 XR Di II, das alleine schon um die 150 Euro kostet. Die 12,2-Megapixel-DSLR hatte bei ihrer Einführung im März 2011 eine UVP von 549 Euro inklusive dem hauseigenen Objektiv EF-S 18-55 IS II. Im Internet liegt der Body der Canon EOS 1100D derzeit bei etwa 320 Euro - zusammen mit dem Tamron-Objektiv ist das Mediamarkt-Angebot also durchaus ein Schnäppchen .

Nicht ganz so gut fällt unser Urteil für die nächst höhere DSLR aus, die Mediamarkt bewirbt: die Canon EOS 600D für 599 Euro . Sie arbeitet mit 18 Megapixeln und besitzt ein dreh- und schwenkbares Display. Bei Mediamarkt bekommen Sie die DSLR mit dem Standard-Kit-Objektiv EF-S 18-55 mm 3,5-5,6 IS II von Canon. Alles zusammen kostete bei der Markteinführung im April 2011 849 Euro UVP. MIttlerweile ist das Set der Canon EOS 600D im Internet für um die 600 Euro erhältlich - damit liegt das Mediamarkt-Angebot gleichauf .

Noch eine Leistungsklasse darüber befindet sich die Canon EOS 60D für 1549 Euro . Sie kommt bei Mediamarkt gleich mit zwei Canon-Objektiven: dem EF-S 17-85 mm 4,0-5,6 USM und dem EF-S 70-300 4,0-5,6 IS USM. Allein der Body der Canon EOS 60D hatte bei seiner Markteinführung im Oktober 2010 eine UVP von 1150 Euro. Die Objektive kommen auf 350 respektive 470 Euro zusätzlich. Die 18-Megapixel-DSLR besitzt ein dreh- und schwenkbares Display. Im Internet ist das Doppel-Ovjektiv-Kit derzeit für etwa 1550 Euro zu haben. Damit ist das Mediamarkt-Angebot ebenbürtig .

In der Königsklasse spielt die Canon EOS 7D für 1269 Euro , die im Oktober 2009 für 1650 Euro UVP (nur der Body) präsentiert wurde. Die Semiprofi-DSLR besitzt einen 18-Megapixel-Sensor und nimmt 1080p-Videos auf. Bei Mediamarkt können Sie ebenfalls nur den Body erstehen - und auch hier sind die Angebote im Internet ähnlich .

Doch nicht nur Canon-Jünger kommen diese Woche bei Mediamarkt auf ihre Kosten. Der Elektromarkt bietet auch die 14-Megapixel-DSLR Nikon D3100 für 399 als Schnäppchen feil. Im Paket inbegriffen ist das Nikon-Objektiv DX 18-55 mm VR, das zusammen mit dem Body bei der Markteinführung im September 2011 für 650 Euro UVP zu haben war. Mittlerweile liegt der Internet-Preis für das Bundle bei 430 Euro, wodurch das Mediamarkt-Angebot durchaus ein Schnäppchen ist.

Zuguterletzt gibt's die brankaktuelle Sony SLT-A37 für 589 Euro diese Woche bei Mediamarkt. Ihr spendiert der Elektromarkt das Sony-Objektiv 18-55 SAM DT 3,5-5,6, das auch schon bei der Markteinführung im Juni 2012 im Bundle mit dem Gehäuse erhältlich war. Alles zusammen kostete damals 600 Euro UVP. Die DSLR mit halbdurchlässigem Spiegel besitzt einen 16-Megapixel-Sensor. Im Internet kostet sie derzeit rund 590 Euro - also genauso viel wie bei Mediamarkt.

Systemkameras: Nur zwei Modelle

Wer statt einer großen Spiegelreflex lieber zu einer komapkten Systemkamera greifen will, der hat diese Woche bei Mediamarkt nur eine kleine Auswahl. Zur Auswahl stehen einmal die Sony NEX-F3 für 599 Euro , eine Systemkamera mit Schwenkdisplay und 16-Megapixel-Sensor. Die angebotenen Variante NEX-F3K enthält das Sony-Objektiv SEL-1855, zusammen lag das Bundle bei seiner Markteinführung im Juni 2012 bei 599 Euro. Im Internet ist das Set für etwa 590 Euro zu finden. Das Mediamarkt-Angebot ist also minimal schlechter .

Alternativ bietet zum Sony-Modell der Elektromarkt die Panasonic Lumix DMC-G3X für 649 Euro. Die im Juni 2011 eingeführte Systemkamera arbeitet mit 16 Megapixeln, einem dreh- und schwenkbaren Display und einem motorbetriebenen Objektiv (14-42 mm). Einst hatte das Kit eine UVP von 749 Euro, heute ist es im Internet für etwa 640 Euro erhältlich. Damit ist die Systemakamera bei Mediamarkt kein echtes Schnäppchen .

Kompaktkameras: Gute Mischung in allen Preisklassen Auch aus dem Kompaktbereich bietet Mediamarkt diese Woche einige Modelle als Schnäppchen an. So gibt's etwa die Canon Ixus 230HS ( beitrag_id link 1144761 Test ) für 179 Euro. Die im Februar 2011 vorgestellte 12-Megapixel-Kamera mit 8fach-Zoom kostete damals 250 Euro UVP. Im Internet müssen Sie derzeit etwa 180 Euro hinblättern - genauso viel wie bei Mediamarkt. Für die Canon Powershot G12 verlangt Mediamarkt laut aktuellem Prospekt 399 Euro. Die im Oktober 2010 vorgestellte 10-Megapixel-Kamera mit 5fach-Zoom hatte einen UVP 550 Euro. Im Internet ist sie derzeit - ähnlichwie bei Mediamarkt - für knapp 400 Euro zu haben. Die im März 2012 präsentierte Bridge-Kamera Fujifilm Finepix HS30EXR gibt's diese Woche bei Mediamarkt für 359 Euro. Die Kamera arbeitet mit 16 Megapixeln und 30fach-Zoom. Ihre UVP lag bei 450 Euro. Online-Shops führen sie derzeit mit etwa 350 Euro. Somit liegt der Mediamarkt-Preis etwas darüber. In Mediamarkts Kompaktkamera-Reigen wird Nikon diese Woche mit drei Modellen bedacht: Die Nikon Coolpix S3300 ist für für 111 Euro erhältlich. Das 16-Megapixel-Modell wurde im Februar 2012 zu einer UVP von 140 Euro vorgestellt. Mittlerweise findet man die Kamera im Internet für 110 Euro, so dass das Mediamarkt-Angebot etwa gleichauf liegt. Die Nikon Coolpix S9300 für 259 Euro wurde im März 2012 eingeführt. Die Bridge-Kamera setzt einen 16-Megapixel-Chip und ein 18fach-Zoom ein, ihre UVP lag bei 330 Euro. Der aktuelle Mediamarkt-Preis entspricht in etwa dem Preis im Internet. Zuguterletzt können Sie sich die Nikon Coolpix P510 für 349 Euro zulegen. Sie hatte im März 2012 eine UVP von 430 Euro und liegt heute in Online-Shops bei 350 Euro. Damit ist die Bridge-Kamera mit 16 Megapxieln und 42fach-Zoom bei Mediamarkt kein Schnäppchen. beitrag_id link stoerer 807572 Die aktuell beste Kompaktkamera Die Besonderheit der Panasonic Lumix DMC-FT4 für 320 Euro ist ihr wasser-, frost- und staubfestes Gehäuse. Ansonsten setzt die 12-Megapixel-Kamera ein 4,6fach-Zoomobjektiv ein. Sie wurde im März 2012 vorgestellt und hatte eine UVP von 400 Euro. Im Internet ist sie derzeit für etwa 320 Euro erhältlich. Somit liegt das Mediamarkt-Angebot gleichauf. Die Panasonic Lumix DMC-TZ31 für 320 Euro ist eine 14-Megapixel-Kamera mit 20fach-Zoom, die bei ihrer Markteinführung im März 2012 eine UVP von 370 Euro hatte. Das Mediamarkt-Angebot ist kein Schnäppchen: Online-Shops führen die Kamera derzeit für ebenfalls 320 Euro. Für 240 Euro UVP wurde die Sony DSC-H90 im März 2012 vorgestellt. Sie arbeitet mit 16 Megapixeln und 16fach-Zoom. Das Mediamarkt-Angebot von 199 Euro liegt gleichauf mit den Internet-Preisen. Ähnlich fällt das Urteil für die Sony DSC-HX20V aus, die Mediamarkt für 379 Euro anbietet. Die 18-Megapixel-Kamera mit 20fach-Zoom wurde im Mai 2012 für 420 Euro (UVP) präsentiert. Mittlerweile kostet sie im Internet nur noch 370 Euro - knapp weniger als beim Elektromarkt.

Freitag den 15.06.2012 um 13:30 Uhr

von Verena Ottmann

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (18)
  • chipchap 15:21 | 18.06.2012

    Zitat: Helmutottolange
    Und patzige Antworten hätte ich meinen Kunden nie gegeben!!!!!!!! Hier ist das aber an der Tagesordnung! Entweder geben sie sie dir Müll, oder gar nichts, je nach dem oder Ihm/Ihr deine Nase nicht passt, in der falschen Partei bist, Motorrad fährst, oder oder oder.... Gründe gibt es viele!
    Du hast da die virtuellen Ironieschilder nicht gesehen ...

    Zitat: Helmutottolange
    Einzelhändler sind in den Ortschaften die ich rundherum habe, bis auf 4 Ausnahmen, Spinner!
    Und wovon leben sie? Das weiß der Henker!

    Also .......Geldwäsche ?:aua::aua:
    Irgendwas ist bei Dir durcheinandergeraten .
    In allen Einzelhandelsgeschäften leben die Einzelhändler vom Umsatz respektive Gewinn nach Steuern.

    Das mit der Geldwäsche ist betriebswirtschaftlicher Unfug.

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  • The Undertaker 08:03 | 18.06.2012

    Zunächst mal hätte ich nicht gedacht, hier eine so emotionale Diskussion in Gang zu setzen.
    @magiceye04: Von einem "wandelndem Forum" hätte ich allerdings mehr erwartet. Meine Kritik bezog sich auf den PC-Welt-Artikel und der wiederum auf den Prospekt. Wie man daher darauf schließen kann, ich würde gleich das egsamte Sortiment meinen erschließt sich mir nicht wirklich.

    @hacky1: Es kommt nicht auf die Anzahl der Mitarbeiter an, sondern auf das Verhältnis Kunde pro Mitarbeiter. Es macht durchaus einen Unterschied, ob ich pro Tag eine Million Kunden mit nur 1000 Mitarbeitern versorge oder vor Ort dafür 20000 Mitarbeiter benötige.

    Worum es mir ging, war, dass, wenn ein Vor-Ort-Händler die Waren zum ähnlichen Preis anbietet, immer irgendeiner kommt und meint, es wäre nur dann akzeptabel, wenn er das Online-Angebot unterbieten würde.

    Händler, die nicht begriffen haben, dass ein Kunde nur morgen wieder kauft, wenn er Service auch im Reklamationsfall erwarten kann, dürfen sich nicht wundern, wenn sie pleite gehen und es ist auch gut so.
    Das gilt aber auch für den Onlinehändler. Wenn ich an der technischen Hotline (!) die Gegenfrage erhalte, was den eine Schnittstelle sei, könnte ich in den Hörer beißen.

    Abschließend: Wer online kauft, braucht keine ausführliche Beratung vor Ort. Und wenn vor Ort die Waren preislich gleichauf liegen, sollte man die Infrastruktur vor Ort stärken. Es handelt sich hier um eine gesellschaftliche Verpflichtung. Das sollte man nie vergessen. Denn wer zahlt den am Ende Hartz VI an diejenigen, die arbeitslos wurden, weil alle online kauften? Wie gesagt, Angebote müssen vergleichbar sein. Sonnst sind wir wieder bei Äpfel und Birnen.

    The undertaker

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  • Helmutottolange 16:45 | 17.06.2012

    Ich habe da eine andereErfahrung chipchap,
    war selber im Einzelhandel beschäftigt und unsere Kunden wollten gezielte Information und Tipps von uns, sie bekamen beides und.....kamen als zufriedene Kunden immer wieder! So etwas nennt man im allgemeinen "Kundenbindung"! Und patzige Antworten hätte ich meinen Kunden nie gegeben!!!!!!!! Hier ist das aber an der Tagesordnung! Entweder geben sie sie dir Müll, oder gar nichts, je nach dem oder Ihm/Ihr deine Nase nicht passt, in der falschen Partei bist, Motorrad fährst, oder oder oder.... Gründe gibt es viele!

    Einzelhändler sind in den Ortschaften die ich rundherum habe, bis auf 4 Ausnahmen, Spinner!

    Fundierte und verständliche Sätze können sie nicht von sich geben, aber sind im Verbund der freundlichen Fachgeschäfte, motzen den ganzen Tag über die Konkurrenz das sie ihre Kunden wegschnappen aber kommen selbst nicht auf die Idee , sich zu verändern !
    Und wovon leben sie? Das weiß der Henker!

    Also .......Geldwäsche ?:aua::aua:

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  • chipchap 13:36 | 17.06.2012

    Zitat: Helmutottolange
    ... andersherum wird man beim Einzelhändler so blöd angemacht wenn man eine spezielle Frage hat, das man sich schon fragt ob eben diese ach so armen Einzelhändler nur zum Geldwaschen auf dem Markt sind! ...

    Jo, mach ich auch immer so.

    Vor allem bei Kunden, die mich unbedingt von der Existenz von WLAN-Kabeln, Digital-VGA oder Polarisations-Shutterbrillen überzeugen wollen.

    Es gibt übrigens viele freundliche Verkäufer mit akademischem Grad und/oder abgeschlossener Servicetechnikerausbildung.
    Deren Kompetenz übersteigt die einiger Kunden um ein Mehrfaches.

    Einen Einzelhändler als Geldwäscher zu beschimpfen, halte ich für etwas daneben.
    Die Margen liegen im IT-Bereich absolut im Keller.

    Jeder Autoteile-Shop hat wesentlich mehr Spielraum.

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  • Falcon37 12:43 | 17.06.2012

    Warum soll ich mir z. B. eine CPU nicht im Online-Handel kaufen?
    Zum einen gehe ich davon aus, dass es keine Reklamation geben wird (und wenn doch erwarte ich nicht, dass ernsthafte Probleme auf mich zukommen) und zum anderen kann ich mir ein paar Euro sparen.
    Bevor jetzt wieder jemand mit seinem "Geiz ist geil"-Geschrei kommt: Ich habe definitiv kein Geld zu verschenken.
    Meinetwegen können die Media-Markts und Saturns dieser Welt gerne von der Bildfläche verschwinden.

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