Schluss mit gratis

Google Maps API wird kostenpflichtig für Unternehmen

Montag den 31.10.2011 um 12:44 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Bildergalerie öffnen Google Maps API wird kostenpflichtig für Unternehmen
Die Nutzung der Google Maps API wird ab 2012 für kommerzielle Websites kostenpflichtig. Das hat Google nun verkündet und auch die Preise für die künftige Google-Maps-API-Nutzung verraten.
Mit kostenlosen Inhalten lässt sich schlecht Geld verdienen. Das gilt auch für den populären Google-Dienst Google Maps. Daher bittet Google nun kommerzielle Websites ab 2012 zur Kasse, wenn sie mittels der Google-Maps-API Inhalte auf ihrer Website einbinden möchten. Die entsprechende Änderung hat Google via einem Blog-Eintrag publik gemacht.

Wie viel Unternehmen für die Nutzung von Google Maps API zahlen müssen, hängt von User-Zugriffen ab. Laut der dazugehörigen Passage in der Google-FAQ sind die ersten 2.500 oder 25.000 Zugriffe - je nach genutzter Google Maps API - kostenlos. Pro danach anfallenden 1000 Zugriffen werden zwischen 4 und 10 US-Dollar, also umgerechnet zwischen 2,85 und 7,15 Euro, fällig. Entscheidend dabei ist, wie oft eine Website aufgerufen wird, in der eine Google Map via Google Map API eingebunden ist.

Ursprünglich sollten die neuen Regeln seit dem 1. Oktober gelten. Google hat den Start der neuen Nutzungsbedingungen aber vorerst auf Anfang 2012 verschoben. Unternehmen will Google dann auch alternativ die Möglichkeit anbieten, für 10.000 US-Dollar im Jahr eine Premier-Lizenz für Google Maps API zu erwerben.

Von der Änderung könnten Dienste profitieren, die derzeit noch im Schatten von Google Maps stehen und für die auch künftig keine Kosten anfallen. Dazu gehören etwa der Kartendienst von Microsofts Bing oder die freie WIki-Weltkarte OpenStreetMap .

Montag den 31.10.2011 um 12:44 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • kingjon 23:51 | 31.10.2011

    Zitat: qqqaqqq
    Dann bei hoher Verbreitung Abkassieren.


    Das ist der "American Way of Money", oder besser gesagt der Rockefeller-Effekt!
    Also an sich eine längst bekannte Marketingstrategie........

    Gruß kingjon

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  • deoroller 23:35 | 31.10.2011

    Irgend woher müssen Rekordumsätze und -Gewinne her kommen und das jedes Jahr, möglichst die Analystenerwartungen übertreffen.
    Wobei Analysten immer irren.

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  • qqqaqqq 23:28 | 31.10.2011

    Zitat: magiceye04
    Ist doch OK, daß andere Firmen, die die Karten von Google für ihre Dienste nutzen, dafür auch zur Kasse gebeten werden.

    Ist dir schon mal aufgefallen das viele kleine und Mittelständische Unternehmen (Branchenübergreifend) Google Maps auf ihrer Hompage nutzen. Können die sich das dann überhaupt noch leisten oder besser gefragt wann erfahren Sie es? Erst dann wenn der Zahlungsbefehl kommt?

    Aber die Strategie find ich Genial; zuerst einmal Kostenlos Anbieten und mögliche Konkurrenten Ausschalten. Dann bei hoher Verbreitung Abkassieren. Wie gesagt Don't be evil.

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  • Feuerfux 22:34 | 31.10.2011

    Wenn ich den Blogeintrag von Google richtig verstehe geht's doch nur um den verursachten Traffic. Ob die Seite kommerziell ist oder nicht ist denen schnuppe, solange die Nutzung der Seite selbst kostenlos und diese öffentlich verfügbar ist.

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  • deoroller 22:25 | 31.10.2011

    Ab wann ist eine Webseite kommerziell? Mit einem Werbebanner?
    Im Zweifel alle?

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