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Schlappe für SCO: Bestimmte Behauptungen müssen unterlassen werden

03.03.2004 | 14:05 Uhr |

SCO hat in seinem Kampf um die Durchsetzung seiner angeblichen Lizenzrechte am Linux-Quellcode eine Schlappe erlitten. In einem kürzlich geschlossenen Vergleich verpflichtet sich die deutsche Niederlassung von SCO dazu, eine Reihe von bisher erhobenen Behauptungen bezüglich Linux künftig zu unterlassen. Der Erfolg für die Linux-Community hat aber einen Haken: Der Vergleich gilt nur für Deutschland.

SCO hat in seinem Kampf um die Durchsetzung seiner angeblichen Lizenzrechte am Linux-Quellcode eine Schlappe erlitten. In einem kürzlich geschlossenen Vergleich verpflichtet sich die deutsche Niederlassung von SCO dazu, eine Reihe von bisher erhobenen Behauptungen bezüglich Linux künftig zu unterlassen. Der Erfolg für die Linux-Community hat aber einen Haken: Der Vergleich gilt nur für Deutschland.

Der Bremer Linux-Spezialist Univention und die deutsche Niederlassung von SCO liegen sich schon länger wegen des Rechtsstreits um die Linux-Lizenz-Ansprüche von SCO in den Haaren. Jetzt haben beide Unternehmen einen Vergleich geschlossen. Die Quintessenz dieser außergerichtlichen Einigung lautet Univention zufolge so:

"Diesem Vergleich zufolge verpflichtet sich SCO unter anderem, in Zukunft folgendes nicht zu behaupten:

  • dass Linux-Betriebssysteme unrechtmäßig erworbenes geistiges Eigentum von SCO Unix beinhalten

  • dass Endanwender (beim Einsatz von Linux) für die Schutzverletzungen der SCO Intellectual Properties haftbar gemacht werden können

  • dass Linux ein nicht autorisiertes Derivat von Unix sei und

  • dass Käufer von Linux-Betriebssystemen Strafverfolgung zu befürchten hätten

Weiterhin wird SCO zukünftig nicht behaupten, Beweise für die Urheberrechtsverletzung würden demnächst vorgelegt; es sei denn, diese werden Univention innerhalb eines Monats nach dieser Ankündigung vorgelegt."

Bei Verstößen muss SCO Deutschland 10.000 Euro Strafe zahlen. Diese Vergleich gilt für den gesamten geschäftlichen Verkehr von SCO Deutschland. Linux-Anwender und besonders Unternehmen, die Linux-Lösung vertreiben, können zunächst einmal aufatmen.

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