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Schlag gegen deutsche Raubkopierer-Gruppe FLT

22.04.2005 | 12:38 Uhr |

Den Behörden ist ein Erfolg gegen die deutsche Raubkopierer-Szene gelungen. Auf Grund der Ermittlungen der "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" (GVU) konnten die mutmaßlichen Mitglieder der deutschen Top-Gruppe "Flatline" (FLT) ermittelt werden. Bei zehn Hausdurchsuchungen konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden.

Bei zehn am Mittwoch zeitgleich durchgeführten Durchsuchungen Köln, Herne, Landkreis Gifhorn, Höxter und Bergisch Gladbach ist den Behörden ein Schlag gegen die deutsche Raubkopier-Gruppe "Flatline" (FTL) gelungen. Bei den führenden Köpfen der Gruppe konnten die Behörden umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Die Gruppe soll für die Verbreitung aktueller Kinofilme in Deutschland verantwortlich gewesen sein.

Im Vorfeld hatte die "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" ( GVU ) gegen diese Gruppe ermittelt. Die Durchsuchungen veranlasste die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Die GVU feiert die Aktion als Erfolg. "Diejenigen, die in den Tauschbörsen neue Veröffentlichungen erwarten, müssen sich entweder mit wesentlich schlechterer Qualität zufrieden geben oder mal wieder ins Kino gehen“, so Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU. FLT habe sich innerhalb nur eines Jahres zu einer Top-Gruppe entwickelt und teilweise schon vor dem offiziellen Start eines Films im Kino, diesen Film in guter Ton- und Bildqualität im Internet verfügbar gemacht, so die GVU.

Laut der GVU habe die Gruppe das dadurch erreichen können, weil sie gute Kontakte zu anderen Gruppen in den USA und zu Kinos in Deutschland hegte. Das gute Bildmaterial wurde aus den USA geschafft und dann mit einer aus deutschen Kinos beschafften Tonspur unterlegt. Der Ton selbst sei direkt aus den Projektionsanlagen entnommen werden. "Technisch versierte Mitglieder von FTL synchronisierten dann das US amerikanische Bild und den deutschen Ton und verbreiteten die Filme zunächst innerhalb der Szene über schnelle Internet-Server", teilt die GVU mit.

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