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Schelte für iTunes, Musicload und Co.

14.07.2006 | 13:18 Uhr |

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat einige deutsche Musik-Downloadportale abgemahnt.

Eine Abmahnung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) ist in diesen Tagen iTunes, Musicload, Nero und Ciando ins Haus geflattert. Die Vertragsbedingungen der Portale und die Einschränkungen der DRM-geschützten Dateien sind den Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. So dürfe laut dem Verband das Recht auf Privatkopien nicht durch Kopierschutztechniken beliebig eingeschränkt werden. Insbesondere iTunes musste herbe Kritik einstecken, weil die angebotenen Musikdateien nicht auf Playern der Konkurrenz laufen. Eine Bagatellklausel soll nach Ansicht der Verbraucherschützer Nutzern das Umgehen von Kopierschutzmechanismen gestatten, sofern dies lediglich zur legitimen Nutzung im privaten Bereich geschieht.

Zudem fordert der Verband nach dem Kopierschutzfiasko von Sony-BMG ein Verbot von DRM- und Kopierschutztechniken, die in Betriebssysteme eingreifen. Nun haben die Anbieter vier Wochen Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben und ihre Vertragsbedingungen anzupassen. Zusätzlich zu den Abmahnungen hat der VZBV eine Aktion gestartet, um Bundesregierung und Abgeordnete auf die Missstände aufmerksam zu machen. Ein Musterschreiben und entsprechende Adressen sind unter http://www.vzbv.de/go/urheberrechtskampagne zu finden.

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