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Schädlinge treffen vor allem ältere Android-Versionen

30.08.2013 | 17:29 Uhr |

Ältere Android-Versionen der Generation 2.x gelten als besonders unsicher, weil sie Schwachstellen aufweisen, die durch Malware genutzt werden kann. Doch sie sind auf über 40 Prozent der Geräte im Einsatz, meist ohne Aussicht auf ein Update.

In einem internen Bericht der US-Bundespolizei FBI und des Heimatschutzministeriums (DHS, Homeland Security) werden Android-Versionen der Generation "Gingerbread" (2.3.x) als besonders unsicher eingestuft. Das für den Dienstgebrauch von Polizei und Rettungsdiensten gedachte Dokument weist auf Sicherheitslücken dieser Android-Generation hin, die erst in späteren Versionen behoben worden ist. Daher seien ältere Android-Geräte besonders anfällig für Mobile Malware.

Knapp 80 Prozent aller Mobilschädlinge zielen laut diesem Bericht auf Googles Android-System. Lediglich Symbian kommt mit einem Anteil von 19 Prozent ebenfalls auf einen bemerkenswerten Risikowert –- iOS, Windows Mobile und Blackberry liegen unter einem Prozent. Die alten Gingerbread-Versionen laufen auf etwa 44 Prozent der Android-Geräte, meist ohne jede Aussicht auf ein Update. Es wäre Sache der Gerätehersteller, solche Updates bereit zu stellen, doch die verkaufen lieber neue Geräte.

In dem durch das Projekt Public Intelligence veröffentlichten Dokument warnen die US-Behörden vor verschiedenen Risiken, die besonders ältere Androiden beträfen. So machen SMS-Trojaner, die heimlich Kurznachrichten an teure Premiumnummern senden, etwa die Hälfte aller Mobilschädlinge aus. Gefälschte App-Portale, die Google Play imitieren und schädliche Apps verbreiten, sind eine weitere Gefahr. Als besonders kritisch sehen die Verfasser mobile Rootkits an, die sich tief ins System eingraben und dort verstecken. Sie spionieren Passwörter und andere vertrauliche Daten aus und übermitteln sie an die Online-Kriminalität.

Da der Trend zur beruflichen Nutzung privat beschaffter Mobilgeräte ("Consumerization", "BYOD" - Bring Your Own Device) weiter anhält, obliegt es letztlich den Gerätebesitzern für die Sicherheit ihrer Daten zu sorgen. Das bedeutet in aller Regel, dass neue Geräte mit Android ab Version 4.2 gekauft werden müssten. Auch hierzulande behelfen sich Polizei oder Feuerwehr oft mit privaten Mobiltelefonen, weil ihre dienstliche Kommunikationsausstattung, meist noch analoge Funktechnik, veraltet ist.

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