Scareware

Schädliche Werbebanner in ICQ

Donnerstag den 27.01.2011 um 14:26 Uhr

von Frank Ziemann

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In ICQ können Werbebanner angezeigt werden, die betrügerische Antivirusprogramme, so genannte Scareware vermarkten. Die Online-Kriminelle betreiben extra eine Website als vorgeblicher Bekleidungs-Shop, um sich zu tarnen.
Wenn der kostenlose Instant Messenger ICQ Werbung anzeigt, kann es sich auch um Pop-ups handelt, die Scareware bewerben. Online-Kriminelle machen offenbar genug Profit mit betrügerischen Schutzprogrammen, um sich einen gewissen Aufwand leisten zu können. Sie täuschen einen Online-Shop für Bekleidung vor, dessen Werbebanner vorgeblich gehackt worden sind.

Download: ICQ 7.4

Wie Roel Schouwenberg vom Antivirushersteller Kaspersky Lab im Blog des Unternehmens meldet , haben die Täter unter der inzwischen nicht mehr erreichbaren Domain charlotterusse.com eine Website betrieben, die einen legitimen Online-Shop für Bekleidung vortäuschen sollte. Sie haben zwar keine Klamotten verkauft, aber unter diesem Deckmantel Werbebanner gemietet. Damit haben sie die inzwischen misstrauischer gewordenen Betreiber von Werbenetzwerken herein gelegt.

Im zweiten Teil des Täuschungsmanövers geben sie vor, ihr Web-Server sei gehackt worden, sie seien für die Werbeanzeigen für Scareware nicht verantwortlich. So können sie den Werbebannerdienst hinhalten, kommen mit einer Warnung davon und erhalten zumindest noch eine zweite Chance ihre betrügerische Software auf dem gleichen Weg zu vermarkten.

Nachdem Kaspersky Lab den Werbedienstleister informiert hat, ist der Spuk inzwischen vorbei. Der Fall zeigt jedoch, dass die Online-Kriminellen nicht müde werden sich immer neue Tricks auszudenken, um ihre Scareware-Profite zu sichern.

Donnerstag den 27.01.2011 um 14:26 Uhr

von Frank Ziemann

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