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San Francisco verklagt Microsoft

31.08.2004 | 10:08 Uhr |

Microsoft ist in Kalifornien erneut verklagt worden. Diesmal beteiligen sich an der Klage diverse US-Städte und -Landkreise. Sie werfen den Redmondern vor, überhöhte Preise für ihre Produkte verlangt zu haben.

Diverse US-Städte und -Landkreise in Nordkalifornien haben erneut eine Klage gegen Microsoft eingereicht. An der Gruppenklage beteiligen sich San Francisco, Los Angeles, Santa Clara, San Mateo und Contra Costa. Sie wollen Microsoft wegen dessen angeblich überhöhten Preise zur Kasse bitten.

Microsoft habe, so die Klage, durch sein Marktverhalten den Wettbewerb gestört und eine Monopolstellung auf dem Weltmarkt für Betriebssysteme, Textverarbeitung und Tabellenkalkulationen erlangt. Durch ihr Verhalten hätten die Redmonder gegen diverse kalifornische Gesetze verstoßen.

Microsoft hat sich mit Kalifornien bereits 2003 außergerichtlich geeinigt. Allerdings berufen sich die Kläger jetzt darauf, dass sich diese Einigung auf Privatkonsumenten bezog und auch nur diese sich damals an der Klage beteiligen konnten. Eine Schadensersatzsumme für die neue Klage wurde bisher noch nicht genannt. Bei der ersten Einigung für die Privatkonsumenten hatte Microsoft 1,1 Milliarden US-Dollar gezahlt. Die Klage wurde von derselben Kanzlei, Townsend and Townsend, eingereicht, die damals auch die Privatkonsumenten vertrat.

Sollte der Fall tatsächlich vor einem Gericht verhandelt werden, dann dürfte es zwei bis drei Jahre dauern, bis eine Entscheidung gefällt wird. Die Microsoft-Sprecherin Stacy Drake sagte, dass Microsoft erst am vergangenen Freitag von dem Fall gehört habe und die Microsoft-Anwälte noch nicht genügend Zeit gehabt hätten, um "die Klage zu studieren und zu verstehen."

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