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Samsung erwartet für 2007 weiter hohe DRAM-Nachfrage

13.11.2006 | 11:09 Uhr |

Anwender, die auf sinkende Speicherpreise hoffen, sollten eine lange Wartezeit in Kauf nehmen. Denn die hohe Nachfrage nach DRAM und die damit verbundenen hohen beziehungsweise steigenden Preise werden sich auch im Jahr 2007 fortsetzen. Davon zeigt sich Samsung, einer der weltweit größten Speicherhersteller, überzeugt. Schuld seien Microsoft und Sony.

Auch im Jahr 2007 wird die Nachfrage nach DRAM-Speicher nicht abebben, sondern sich weiter auf einem hohen Niveau bewegen. Dies teilte Samsung mit. Auch die "Schuldigen" am gut laufenden Geschäft hat das Unternehmen bereits ausgemacht. So seien in erster Linie Microsofts neues Betriebssystem Vista und Sonys Playstation 3 verantwortlich für die Misere - aus Sicht der Kunden, die höhere Preise für die Speicherriegel berappen müssen.

Windows Vista erfordert generell mehr Speicher, damit alles reibungslos läuft, entsprechend rüsten die PC-Hersteller ihre Modelle mit mehr RAM aus. Woo-Sik Chu, Vizepräsident Investor Relations bei Samsung, erklärte, dass der durchschnittliche verbaute Speicher von derzeit 800 MB im nächsten Jahr auf 1,2 GB anwachsen werde - ein Plus von 46 Prozent. Den größten Teil werden dabei DDR2-Module stellen, im Laufe des kommenden Jahres sollen aber auch erste DDR3-Module ausgeliefert werden. Diese bieten eine verbesserte Speichertechnologie und sollen bei sinkendem Stromverbrauch eine bessere Leistung erzielen, so Samsung. Erste PCs mit DDR3 sollen in der zweiten Jahreshälfte 2007 erscheinen.

Doch nicht nur PCs haben gesteigerten Speicherhunger, auch Spielekonsolen benötigen DRAM, wie Sonys Playstation 3, die am vergangenen Samstag in Japan an den Start gegangen ist ( wir berichteten ). Sonys ehrgeizige Ziele hinsichtlich der Verkaufszahlen der neuen Konsole bedeuten wiederum auch steigende Nachfrage nach DRAM. Mit in Kürze sinkenden Preisen für Speicherriegel ist demnach erst einmal nicht zu rechnen.

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