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Samsung: Gewinn bricht ein - Millionenstrafe

Sinkende Preise bei Halbleitern und Flachbildschirmen haben sich negativ auf den Gewinn von Samsung im dritten Quartal ausgewirkt. Aber auch Rückstellungen, um die Kosten in Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen Wettbewerbsverstoßes in den USA zahlen zu können, haben zu dem knapp 30-prozentigen Rückgang beigetragen.

Nachgebende Preise bei Halbleitern und Flachbildschirmen haben den Gewinn des führenden südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung im dritten Quartal 2005 verglichen mit dem Vorjahresquartal deutlich verringert. Der Überschuss sei im Berichtszeitraum um knapp 30 Prozent auf 1,9 Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro) gefallen, teilte der weltweit zweitgrößte Halbleiterproduzent am Freitag in Seoul mit. Der Umsatz stieg dagegen um 1,4 Prozent auf 14,5 Billionen Won. Zuvor hatte das US- Justizministerium in Washington bekannt gegeben, dass Samsung der Zahlung einer Strafe in Höhe von 300 Millionen Dollar wegen illegaler Preisabsprachen zugestimmt habe.

Im Vergleich zum zweiten Quartal wies Samsung im dritten Vierteljahr einen Gewinn- und Umsatzzuwachs von elf Prozent beziehungsweise sieben Prozent aus. Der operative Gewinn stieg um 29 Prozent. Das Unternehmen hatte eigenen Angaben zufolge Rückstellungen machen müssen, um die anfallenden Kosten im Zusammenhang mit den Ermittlungen der US-Regierung decken zu können. Deswegen sei der Zuwachs des Reingewinns im dritten Quartal geringer als die Zuwachsrate beim operativen Gewinn ausgefallen.

Samsung habe sich schuldig bekannt, an Preisabsprachen für Halbleiterprodukte für Computer und andere elektronische Geräte mitgewirkt zu haben, teilte das US-Justizministerium mit. Dies ist die zweithöchste Strafe, die in den USA wegen eines Wettbewerbsverstoßes gezahlt werden musste. Wegen der Absprachen hätten US-Verbraucher nach Regierungsangaben mehr zahlen müssen als notwendig. Die Computerhersteller Dell und Apple hätten beispielsweise ihre Preise wegen der Absprachen bei den Chipkonzernen anheben müssen. Samsung habe den Behörden volle Unterstützung beim Vorgehen gegen die anderen beteiligten Unternehmen zugesagt.

Der Konzern ist der größte Produzent von Flachbildschirmen vor dem niederländisch-koreanischen Wettbewerber LG.Philips LCD. In der Reihe der Handy-Hersteller nimmt Samsung hinter Nokia und Motorola den dritten Rang ein.

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