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Samsung Galaxy S7: Über 400 Euro Gewinnspanne

18.03.2016 | 11:02 Uhr |

Die Analysten von IHS haben die Material- und Produktionskosten des Samsung Galaxy S7 analysiert. Demnach verdient Samsung an einem S7 mit 32 GB über 400 Euro.

Die Experten des Markt-Analyse-Unternehmens IHS (Information Handling Services) haben die Materialkosten des Samsung Galaxy S7 (US-Version mit dem Qualcomm Snapdragon 820-SoC) und die Fertigungskosten unter die Lupe genommen. Demnach sind alle Komponenten des S7 zusammen 249,55 US-Dollar wert, rund 222 Euro, wie IHS berichtet. Dazu kommen noch knapp 5 Dollar Produktionskosten (zirka 4,43 Euro), was Gesamtkosten von 255,05 Dollar für ein Samsung Galaxy S7 mit 32 GB internem Speicher bedeutet. Damit liegen wir bei dem aktuellen Dollar-Euro-Umrechnungskurs bei 226,42 Euro. So viel kostet Samsung also die Herstellung eines Samsung Galaxy S7 mit 32 GB. Laut unserem Preisvergleich muss man für dieses Smartphone derzeit knapp 670 Euro in Deutschland bezahlen.

Die Kosten im Detail
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© IHS (Information Handling Services)

Für den 5,1-Zoll-Amoled-Touchscreen veranschlagt IHS 55 Dollar. Der Snapdragon 820 von Qualcomm dürfte Samsung 62 Dollar kosten. Er ist damit die teuerste Einzelkomponenten. Darin sind auch die Kosten für begleitende Qualcomm-Komponenten enthalten.

Den 32 GB großen Speicherchip veranschlagt IHS mit 7,25 Dollar, der DRAM-Arbeitsspeicher von SK Hynix soll 25 Dollar kosten. In diesem Bereich kann Apple zum Beispiel sparen, weil die Kalifornier nur 2 GB RAM im iPhone 6s einbauen.

Für die verschiedenen Sensoren des S7 wie Accelerometer, Gyroscope, Kompass, Fingerprintsensor, Barometer und Pulssensor schätzt IHS die Kosten auf 4,65 Dollar. Die 12-MP-Kamera soll 13,70 Dollar, die 5-MP-Kamera 1,95 Dollar im Einkauf kosten. Für den WLAN-Bluetooth-Part muss Samsung 4 Dollar bezahlen. Für den 3000 mAh-Akku sollen 3,65 Dollar fällig werden.

Dabei handelt es sich nur um eine Schätzung von IHS, Samsung verrät verständlicherweise nicht die exakten Zahlen. Aber rund 440 Euro Gewinnspanne sind in jedem Fall ein beeindruckender Wert. Wobei davon natürlich noch die Vertriebs-, Logistik- und Werbekosten abgezogen werden müssen. Ebenso müssen die Entwicklungskosten und die Softwarekosten davon noch abgezogen werden.

Doch diese geschätzt über 400 Euro Gewinnmarge sind noch nichts gegen Apple: Laut IHS kostet Apple das Material für ein iPhone 6s mit knappen 16 GB Speicher nur 187,91 Dollar, also nicht ganz 167 Euro. Im Apple-Store muss man für ein iPhone 6s 16 GB aber 744,95 Euro hinblättern. In den USA kostet das iPhone jedoch weniger als das Samsung Galaxy S7: Bei Verizon bekommt man das S7 32 GB für 672 Dollar, das iPhone 6s 16 GB aber schon für 649 Dollar.

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