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Galaxy S hat besseres Display als iPhone 4

Der Bildschirm des neuen iPhone soll schlechter sein, als das Super-AMOLED-Display des Samsung Galaxy S, hat ein Samsung-Sprecher gesagt. "Die IPS-LCD-Technik kann wegen ihrer Bauart nicht mit den AMOLED-Displays gleichziehen", erklärte der ungenannte Angestellte in einem Interview mit der Tageszeitung Korea Herald. Das In Plane Switching (IPS) des iPhone 4 ist eine ältere Technik, die seit mindestens fünf Jahren in Flachbildschirmen für Computer eingesetzt wird. Das Patent wurde sogar schon 2002 angemeldet. Super-AMOLED kommt dagegen erst in diesem Monat mit dem Samsung Wave und dem Galaxy S auf den Markt.

Als Steve Jobs am Montag das "Retina-Display" des iPhone 4 vorstellte, war er voll des Lobes. "Wenn Du einmal ein Retina-Display benutzt hast, dann gibt es keinen Weg zurück", posaunte der Apple-Chef. Der neue iPhone-Bildschirm wird anscheinend von Samsungs Erzkonkurrenten hergestellt: der koreanischen Firma LG, weltgrößter Hersteller von IPS-Displays. Der Bildschirm des iPhone 4 sei besser als alle anderen, behauptete Steve Jobs und lobte vor allem die Echtheit der Farben sowie die hohe Auflösung.

"Das Retina-Display wird den Standard für die nächsten Jahre setzen", sagte der Apple-Anführer am Montag. "Kein anderes Display kommt da heran." Mit seiner Pixeldichte von 326 Punkte pro Zoll soll das Display sogar zu scharf für menschliche Augen sein. "So eine Auflösung lässt sich unmöglich mit einem OLED-Display erreichen", sagte Jobs bei der Produktvorstellung. Das war ein Seitenhieb auf Samsung.

Die Koreaner wollen das nicht auf sich sitzen lassen und melden sich jetzt zu Wort. Der iPhone-Bildschirm habe zwar mehr Bildpunkte als die Super-AMOLED-Displays, aber dennoch sei der Unterschied gering, sagte der Sprecher. "Der sichtbare Unterschied beträgt nur drei bis fünf Prozent", wird er vom Korea Herald zitiert. "Aber die gesteigerte Auflösung erhöht den Akku-Verbrauch um 30 Prozent."

Das iPhone 4 hat eine Display-Auflösung von 960x640 Pixel. Das ist zwar viermal mehr als bei dem Vorgängermodell, aber nur 1,6 Mal mehr als beim Samsung Galaxy S. Vor der Veröffentlichung des iPhone hatte es Gerüchte gegeben, dass Apple selbst auf AMOLED setzen wird. Der Verzicht auf die neue Technik könnte einen einfachen Grund haben, sagte der Samsung-Sprecher: Die Hersteller können im Moment nicht genug Displays liefern. Da ist es ganz praktisch, dass Samsung die Bildschirme für sein Galaxy S selbst herstellt.

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