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Samsung: 10-Megapixel-Handy und vier UMTS-Neuzugänge

Samsung zeigt auf der CeBIT ein Handy für den koreanischen Markt, das Fotos mit 10 Megapixeln schießt. Und: Das beliebte Sliderhandy SGH-D600 wird als UMTS-Gerät reinkarniert.

Jeder Freund der Digitalfotografie weiß, dass nicht alleine die Zahl der Pixel auf einem CCD-Chip für die Qualität von Fotos entscheidend ist. Angesichts der Tatsache, dass es sich beim SCH-B600 , das Samsung heute vorstellte, um ein waschechtes CDMA-Handy für ostasiatische und nordamerikanische Märkte handelt, darf man den Höhenflug der Koreaner aber getrost verzeihen. Denn mit ihm ist endgültig der Beweis erbracht: mehr Pixel als Samsung steckt kein anderes Unternehmen in ein Kamerahandy. Den Unkenrufen nach der tatsächlichen Qualität trotzt Samsung mit den Kamerafunktionen, die das SCH-B600 zusätzlich mitbringt: das Linsensystem ist ausfahrbar, verfügt über 3-fachen optischen und 5-fachen Digitalzoom. Ein LED-Entfernungsmesser berechnet wie bei gängigen Digitalkameras die Distanz zum Motiv und stellt die Optik automatisch scharf, sodass Fotos ohne Einschränkungen auch professionellen Ansprüchen genügen.

Dabei sieht man dem Handy letztlich nicht sofort an, zu welcher Qualität es befähigt wurde: die Frontseite trägt deutliche Züge eines Mobiltelefons inklusive Wähltasten und einem TFT-Display mit 16,7 Millionen Farben. Mit dem SCH-B600 kann man nicht nur fotografieren: das Gerät versteht sich auch auf den Empfang des in Korea ausgestrahlten Satellitenfernsehens T-DMB. 128-stimmige polyphone Klingeltöne, MP3-Player und Software zum Komponieren eigener Ringtones sowie die Nachrüstbarkeit via MicroSD-Speicherkarten machen die Handy-Kamera zum absoluten Liebhabermodell für alle Koreaner, die Wert auf harte Fakten legen.

Samsung plant unterdessen ganz offiziell, einen Megapixel-Überflieger auch nach Europa zu bringen - bislang scheiterte das nur an den Netzbetreibern, die beim besten Willen keinen Sinn darin sehen, eine Kamera mit Handyfunktionen auszustatten. Warten wir ab, ob sich Samsung in diesem Jahr über die gefestigte Meinung von Vodafone, T-Mobile und Co. hinwegsetzt und ein dem B600 ähnliches Modell auch hierzulande einführt.

Auch für europäischen GSM-Markt hat Samsung auf der CeBIT einige Asse im Ärmel. In den außerordentlich beliebten GSM-Slider SGH-D600 haben sich offensichtlich so viele Europäer verliebt, dass Samsung mittlerweile in erster Linie pompöse Slider-Handys vorstellt. Gleich drei von ihnen gibt es auf der IT-Messe zu bestaunen, während ihre Vorgängermodelle vom November gerade erst in den Handel kommen.

Das aufs D600-Design aufsetzende SGH-Z400 ähnelt seinem Vorgänger in vielen Details und kommt lediglich mit einem etwas kantigeren Tastenfeld daher. Im Inneren schlummert jedoch deutlich mehr Funktionalität als im GSM-Modell: Samsung hat im gleichen Formfaktor einen UMTS-Chip verbaut, sodass man mit dem Handy auch mobile Datenservices, die eine schnelle Verbindung ins Netz voraussetzen, nutzen kann.

Eine nach innen gerichtete Kamera ermöglicht Videotelefonate, Picsel-Viewer für Office-Dokumente, QVGA-Display, TV-Ausgang und kompromisslose Bluetooth-Connectivity sind die alten und neuen Highlights des Z400. T-Mobile will, wie im Vorfeld angekündigt, das Handy bereits im Juni in seinen Regalen stehen sehen. Wer sich am D600-Design mittlerweile sattgesehen hat und auf den Breitband-Hype getrost verzichten kann, wird wahrscheinlich mit dem SGH-D870 glücklich. Dieses in mattem Anthrazit gehaltene Modell tauscht UMTS-Chip gegen EDGE-Connectivity und eine 3-Megapixelkamera, die am oberen Rand des Sliderrückens fixiert wurde. Dank T-Mobiles Bekenntnis zur GSM/EDGE-Technologie dürfte das Gerät gegen Jahresende seine endgültige Daseinsberechtigung erhalten.

Als reinrassiges Business-Handy nach Samsung-Coleur bietet das D870 ebenfalls Picsel-Viewer, TV-Ausgang und Bluetooth-Connectivity samt A2DP-Profil. Weichen musste erstmals die verspielte Bonbon-Optik der Menüs: trostloses, aber edles Schwarz bildet nun den Hintergrund für die teilweise mit Flash-Technologie gestalteten Oberflächen. Die Icons fallen spartanischer (intuitiver?) aus und orientieren sich an Siemens- und Nokia-Optik; eine unmissverständliche Reaktion auf die Vorurteile, die viele Profi-User vor D500 und Co. zurückschrecken ließen.

Dass die koreanischen Handys für den europäischen Markt ein erwachseneres Antlitz bekommen müssen, beweist Samsung beim neuen SGH-E900 mit allem Nachdruck. Auch dieser EDGE-Slider verfügt über die neu gestaltete Menüführung und besticht mit seinen nicht vorhandenen Tasten auf der Oberseite des Gehäuses. Statt plumpen Softkeys kommt erstmals eine innovative "Touchkey"-Oberfläche zum Einsatz, die ähnlich wie bei Sony Ericssons W950i auf leichtes Antippen der Materialoberfläche reagiert.

Samsung schafft so auch mehr Sicherheit bei der Bedienung, denn die Softkeys wechseln sogar je nach Gerätestatus ihre Bedeutung: spielt gerade der MP3-Player, dienen sie als Steuertasten, ansonsten als Softkeys und Telefonietasten. Neben dieser überaus reizvollen Spielerei kann das E900 auch mit harten Fakten überzeugen: 2-Megapixelkamera mit Fotolicht, EDGE- und Triband-Connectivity gereichen aktuellen Anforderungen an ein GSM-Gerät und der 80MB große interne Speicher kann mit MicroSDs aufgerüstet werden.

Wer statt Stil lieber Speed haben möchte, bekommt mit dem neuen SGH-Z550 ein dem SGH-E900 relativ ähnlich sehendes Gerät an die Hand. Dieses lässt zwar die Touch-Oberfläche vermissen, bietet aber wieder UMTS-Connectivity und eine Zweitkamera für Videocalls. Der mit 138MB nicht gerade kleinlich ausgefallene interne Speicherausbau lässt sich mit MicroSD-Karten erweitern.

Unterdessen bastelt man gemeinsam mit Vodafone am Durchbruch des mobilen UMTS-Breitbandupgrades HSDPA. Während T-Mobile hier auf die Out-of-the-Box Lösung EF91 von BenQ-Siemens setzt, arbeitet Samsung gemeinsam mit Vodafone am ersten HSDPA-Handy in Ultraslim-Optik.

Das geplante SGH-ZV50 ist zwar laut Samsung und Vodafone noch nicht so offiziell wie es die heutige Pressemitteilung des Netzbetreibers vermuten ließ, ein paar Schnappschüsse konnten wir auf der CeBIT dennoch ergattern. Auf den ersten Blick erinnert der in schickem Silber gehaltene Folder ein wenig ans SGH-Z510 und bietet an der Seite der Folderklappe Tasten zur Steuerung des MP3-Players.

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