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Sammelklage mit 25.000 Teilnehmern an Facebook zugestellt

22.08.2014 | 18:05 Uhr |

Mehr als 25.000 Nutzer haben sich der Sammelklage gegen Facebook angeschlossen. Das Schreiben wurde heute zugestellt.

Vor wenigen Wochen rief der österreichische Jurist Max Schrems Facebook-Nutzer zur Teilnahme an einer Sammelklage gegen das soziale Netzwerk auf. Mittlerweile haben sich mehr als 25.000 Menschen an der Aktion beteiligt. Das Wiener Landesgericht hat in dieser Woche die Prüfung der Sammelklage abgeschlossen und an die europäische Facebook-Zentrale in Irland zugestellt. Facebook hat nun vier Wochen Zeit, eine Klagebeantwortung abzugeben. Geschieht dies nicht, wäre laut der Datenschutz-Initiative europe-v-facebook.org ein Versäumnisurteil zu fällen.

Mit über 25.000 Teilnehmern ist die Sammelklage die größte Datenschutz-Sammelklage in Europa. Es bleibt abzuwarten, wie das soziale Netzwerk darauf reagiert. Die Initiatoren wollen für jeden Teilnehmer 500 Euro Schadenersatz erstreiten.

Gegenstand der Klage ist das Thema Datenschutz. Laut Schrems seien die Bestimmungen zur Verwendungen von Nutzerdaten bei Facebook nach EU-Recht ungültig. Der Jurist kritisiert außerdem die Zusammenarbeit des Konzerns mit dem US-Geheimdienst NSA.


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