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Sammelklage gegen Premiere

28.11.2006 | 11:31 Uhr |

Erboste Ex-Kunden des Pay-TV-Senders Premiere haben eine Sammelklage wegen Problemen bei der Abo-Kündigung eingereicht.

Wie Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung berichten, tobt derzeit ein regelrechter Kleinkrieg zwischen ehemaligen Premiere -Kunden und dem Bezahlsender. So sollen mehrfach Smartcards verschwunden sein, die nach der Abo-Kündigung per Post an Premiere geschickt wurden. Der Sender erkennt daraufhin die Kündigung nicht an und verlangt weiter die anfallenden Gebühren. Dementsprechend erbost sind die betroffenen Ex-Kunden über das Geschäftsgebaren.

In München wurde nun eine Sammelklage von mehr als 50 ehemaligen bzw. Noch-Kunden eingereicht, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Verdachts auf Betrug. So soll bei einem Kunden die Abo-Gebühr weiter abgebucht worden sein, obwohl dieser die Einzugsermächtigung zurückgezogen hatte. In anderen Fällen stellte Premiere Schadensersatzforderungen für die nicht zurückgegebenen Smartcards. Der Sender selbst bleibt trotz der Klagen gelassen: Angesichts von über 500.000 Kündigungen innerhalb der ersten neun Monate sei die Zahl der Betroffenen vergleichsweise sehr gering.

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