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Sammelkläger aus Montana bitten Microsoft zur Kasse

09.05.2003 | 13:59 Uhr |

Seine Marktposition ausgenutzt und überhöhte Preise für seine Software verlangt zu haben - das kennen wir schon, die Rede ist von Microsoft und einer durch eine Zahlung von 202 Millionen Dollar beigelegten Sammelklage in Florida (wir berichteten). Jetzt hat sich der Softwaregigant erneut mit Sammelklägern geeinigt, diesmal im Bundesstaat Montana. Der Vorwurf dort: Microsoft hätte gegen Antitrust- und Wettbewerbs-Gesetze verstoßen.

Seine Marktposition ausgenutzt und überhöhte Preise für seine Software verlangt zu haben - das kennen wir schon, die Rede ist von Microsoft und einer durch eine Zahlung von 202 Millionen Dollar beigelegten Sammelklage in Florida ( wir berichteten ).

Jetzt hat sich der Softwaregigant erneut mit Sammelklägern geeinigt, diesmal im Bundesstaat Montana. Der Vorwurf dort: Microsoft hätte gegen Antitrust- und Wettbewerbs-Gesetze verstoßen.

Die Parteien einigten sich auf eine Zahlung von 12,3 Millionen US-Dollar. Die Zahlungen gehen in Form von so genannten "Vouchers" (eine Art Gutschein) an diejenigen, die innerhalb des Zeitraums vom März 1996 bis August 2002 Windows Betriebsysteme oder eine der diversen Büro-Anwendungen erworben haben.

Mit den Vouchers können die Kläger Computer und Peripherie-Geräte einer jeden Marke kaufen. Um ihren Anspruch auf einen Voucher durchzusetzen, müssen Kläger einen entsprechenden Antrag mit Angaben zum Datum und Ort des Produktkaufs ausfüllen. Beim Nachweis für den Produktkauf hat sich Microsoft indes großzügig gezeigt: Zahlungsbelege müssen nicht vorhanden sein. Erst beim Erwerb von mehr als fünf Produkten in der oben genannten Zeitspanne müssen Belege eingereicht werden.

Wie üblich wird ein Teil des Betrags, auf den keine Ansprüche geltend gemacht werden, anderen Zwecken zugeführt. In diesem Fall hat man sich darauf geeinigt, finanziell besonders angeschlagenen öffentlichen Schulen in Montana unter die Arme zu greifen, ebenfalls in Form von Vouchers. Über 300 Schulen könnten dadurch in den Genuss neuer Hard- und Software kommen.

Microsoft einigt sich mit Sammelklägern in Florida (PC-WELT Online, 16.04.2003)

Microsoft zahlt kalifornischen Kunden Milliarden-Entschädigung (PC-WELT Online, 13.01.2003)

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