Samba File Sharing ist unterteilt in drei Bereiche: Anlegen von Freigaben, globale Konfiguration und Verwaltung der Benutzer. Die Links "Create a new" tun genau das, was sich dahinter vermuten lässt. Dabei führen sie schnell und übersichtlich zum gewünschten Ziel. Die globale Konfiguration beschäftigt sich mit Authentisierungsmethoden und Default-Einstellungen für Datei-und Druckerfreigaben. Weiterhin können Sie hier einstellen, wie der Samba-Server zum Beispiel im Windows-Netzwerk auftreten soll. Es lassen sich Workgroup-und Server-Namen sowie eine Server-Beschreibung vergeben. Sie können bestimmen, ob der Rechner als WINS-Server agieren oder einen anderen Rechner für WINS-Anfragen benutzen soll.
Der dritte Bereich umfasst alles, was mit Benutzern und Gruppen zu tun hat. Konvertierung von Unix-zu Samba-Usern und die automatische Synchronisation der beiden Benutzerdatenbanken. Dasselbe gilt für die Gruppenverwaltung. In diesem Bereich können Sie unter "Bind to Domain" den Samba-Server auch zu einer Windows-Domain hinzufügen. Und das mit der Eingabe von nur drei Parametern: Name des Windows-Administrators, Passwort und Domain-Name. Einfacher kann es Ihnen ein Tool nicht machen.
Netzwerke, Cluster, Sonstiges
Weiter geht's mit den Netzwerkdienste des Systems. Am wichtigsten dürfte dabei sicher die Firewall-Administration sein. Aber auch Einstellungen wie zum Beispiel Routing können Sie hier vornehmen. Die in Linux integrierte Firewall iptables ist wahrlich nicht einfach zu administrieren. Webmin stellt Ihnen mit diesem Modul eine verständliche Konfigurationsplattform für dieses schwierige Thema zur Verfügung. Dabei müssen Sie neue Regeln nicht unbedingt komplett von Anfang an aufsetzen. Oft gleichen sich Firewall-Rules bis auf geringfügige Abweichungen wie andere Ports.
Sie haben die Möglichkeit, bestehende Regeln zu ändern und mit dem Button "clone" eine Kopie inklusive Modifikationen zu erstellen. Ein weiterer Klick auf "Create" und eine neue Regel ist in Ihrer Firewall eingetragen. Für das in diesem Artikel erwähnte Szenario könnten Sie zum Beispiel einen Klon der Regel für Port 80 erstellen. Diese Regeln arbeitet das System dann von oben nach unten ab. Kommt eine Anfrage an, zieht das System beim ersten zutreffenden Reject die Reißleine oder lässt die Anfrage durch, wenn keine Regel zutrifft. Sinnlos ist es natürlich, eine Regel mit "Reject-Always" ganz nach oben zu stellen. Diese Einstellung würde auf alle Requests zutreffen und das System wäre unerreichbar.
Module der Clusters-Konfiguration
Geteiltes Leid ist halbes Leid. Diese Aussage ist sicher falsch, wenn man im Server-Bereich von Clustern spricht. Zutreffender ist: Geteilte Arbeit ist sicherer und produktiver. Gerade wenn Geld im Spiel ist, heißt die Devise Ausfallsicherheit. Eine Cluster-Lösung mit Heartbeat lässt sich unter anderem auch mit Webmin und dem Modul Heartbeat Monitor verwalten. Es enthält genau drei Buttons. Mit "Configuration Options" verändern Sie die Datei /etc/ha.cf. "Cluster Resources" ist für die Datei /etc/haresources zuständig. Und die dritte, für Heartbeat wichtige Datei authkeys modifizieren Sie mit dem Schalter "Authentication Keys". Ein Starten und Stoppen des Heartbeat-Daemons ist über dieses Webmin-Modul natürlich auch möglich.
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