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Samba-Entwickler kritisieren Novell-Microsoft-Deal

14.11.2006 | 13:46 Uhr |

Das kürzlich unter Dach und Fach gebrachte Abkommen zwischen Microsoft und Novell, künftig in Sachen Windows und Suse Linux zusammenarbeiten zu wollen (wir berichteten), ist weiter in der Kritik.

Eine weitere Open-Source-Gruppe hat bezüglich des Abkommens zwischen Microsoft und Novell heftige Kritik an Novell geübt und dem Unternehmen vorgeworfen, die Prinzipien von Open Source zu verraten. Die jüngste Kritik kommt von keinen Geringeren als den Entwicklern von Samba . Die kritischen Bemerkungen sind insofern erstaunlich, als dass Samba für gewöhnlich ein enger Novell-Verbündeter ist und seine Software mit Novells Suse Linux distribuiert wird.

Wie schon andere Kritiker aus den Reihen der Open-Source-Gemeinschaft vor ihnen, stößt sich auch Samba an den in dem Abkommen verankerten Details bezüglich des geistigen Eigentums. Die Vereinbarung sei "entzweiend", da es die Entwickler und Nutzer von Software unterschiedlich behandele, abhängig von ihrem kommerziellen oder nicht kommerziellen Status, so Samba in einer Stellungnahme. "Dass Novell diesen Deal macht, zeigt eine tiefgreifende Missachtung für die Beziehung, die sie mit der Free Software Community haben. Wir sind, im Wesentlichen, ihre Lieferanten und Novell sollte wissen, dass sie kein Recht haben, eigennützige Vereinbarungen zu treffen, deren Ziele und Ideale denen der Free Software Community zuwider laufen,“ so das Team von Samba.

Obgleich Samba Novell keine Verletzung der GPL vorwarf unter der Suse Linux distribuiert wird, rief es das Unternehmen dazu auf, die Vereinbarungen rückgängig zu machen und seinen Verpflichtungen gegenüber der Free Software Community nachzukommen.

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