Sicherheit
Safer Internet Day 2013 - Tipps für mehr Sicherheit
Anlässlich des heutigen Safer Internet Day liefern wir Ihnen eine Reihe von wertvollen Tipps, die Ihnen helfen sollen, sich besser vor Internet-Gefahren zu schützen.
Am heutigen 5. Februar findet zum 10. Mal in diversen europäischen Ländern der Safer Internet Day statt, in dem das Thema Internet-Sicherheit in den Mittelpunkt gerückt wird. Allein in Deutschland sind laut klicksafe.de über 150 Veranstaltungen geplant. Wie wichtig das Thema Internet-Sicherheit ist, zeigt auch ein Blick in die von Microsoft am Dienstag veröffentlichte Studie Microsoft Computing Safety Index.
Im Rahmen der Studie Microsoft Computing Safety Index (MCSI) wurden weltweit über 10.000 Nutzer von PCs, Smartphones und Tablets zu ihrem Sicherheitsverhalten befragt und mussten ihre Antworten auf einer Skala von 0 bis 100 zuordnen. Der globale Durchschnittswert lag bei 34 Punkten für die PC-Sicherheit (Deutschland: 29; im Vorjahr 32) und 40 Punkten für die mobile Sicherheit (Deutschland: 34).
Laut der Studie haben 69 Prozent der knapp 540 befragten deutschen Nutzer bereits mehrfach Erfahrungen mit den Gefahren aus dem Internet gemacht. Dennoch, so ergab die Studie, schützen sich nur sieben Prozent der Nutzer aus Deutschland aktiv durch mehrere Maßnahmen. Microsoft: "Besorgniserregend: Das Ergebnis für Deutschland liegt unter dem internationalen Durchschnitt mit einer absteigendenden Tendenz zum Vorjahr um 3 Index-Punkte."
Für eine wirkungsvolle Selbstverteidigung im Netz gibt Microsoft anlässlich des Safer Internet Day folgende sechs Tipps:
- Schütze Deinen Computer und Deine Nutzer-Accounts mit sicheren Passwörtern und mobile Geräte durch PINs.
- Zahlung von Rechnungen, Online-Banking, Shopping oder andere sensible Transaktionen nicht über einen öffentlichen Rechner oder mit dem Mobil-Gerät über offene WLAN-Verbindungen (z.B. Hotspots) tätigen.
- Sei wachsam: Schnüffler können durch das Ausspähen des Bildschirms oder der Tastatur-Eingabe an Passwörter, PINs, Benutzer-Namen oder andere Daten gelangen.
- Sei vorsichtig mit verdächtigen Nachrichten. Vermeide es, auf Angebote einzugehen, die zu schön klingen um wahr zu sein, auch wenn der Absender vertrauenswürdig scheint.
- Bevor Du sensible Daten eingibst, suche nach Anzeichen dafür, dass eine Webseite sicher ist. Nutze verschlüsselte Verbindungen, wie z.B. Webadressen mit "https" und Seiten mit einem geschlossenen Vorhängeschlosssymbol daneben oder in der unteren rechten Ecke des Fensters.
- Reduziere Spam-Nachrichten in Deiner Inbox: Achte darauf, mit wem Du persönliche Informationen, wie die E-Mail-Adresse und Instant-Messaging-Name, teilst. Vermeide die Angabe Deiner E-Mail-Adresse in sozialen Netzwerken, Webverzeichnissen oder in Job-Inseraten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) präsentiert anlässlich des Safer Internet Day 2013 ebenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Internetnutzern zum Thema Passwörtern. Diese Umfrage ergab, dass die Mehrheit der deutschen Nutzer es sich bei Passwörter zu bequem machen. Von den 1.163 im Januar 2013 befragten Nutzern gaben immerhin 13 Prozent an, ein Passwort für alle von ihnen genutzten Dienste zu verwenden. Immerhin 40 Prozent gaben zu, zwar mehrere unterschiedliche Passwörter zu besitzen aber dennoch schon mal nur eines für mehrere Dienste zu nutzen.
Die wichtigsten Tipps vom BSI zum Thema Umgang mit Passwörtern:
- Verwenden Sie nie dasselbe Passwort für mehrere Anwendungen und ändern Sie das Passwort regelmäßig.
- Wählen Sie ein Passwort, das mindestens acht Zeichen lang ist. Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen bestehen und auf den ersten Blick sinnlos zusammengesetzt sein. (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie beispielsweise WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein.)
- Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten usw. Das Passwort sollte nicht in Wörterbüchern vorkommen. Auch Passwörter, die aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen (z. B. "asdfgh" oder "1234abcd"), sind nicht empfehlenswert. Einfache Ziffern oder Sonderzeichen wie "$" am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes bieten keinen ausreichenden Schutz.
- Bewahren Sie Ihre Passwörter sicher auf.
- Geben Sie Ihre Passwörter nicht an Dritte weiter.
- Ändern Sie immer bereits voreingestellte Passwörter.
- Nutzen Sie einen Bildschirmschoner mit Passwortabfrage nach einer voreingestellten Wartezeit, wenn der Rechner angeschaltet ist und nicht genutzt wird.
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