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Jeder dritte Europäer ist von Malware betroffen

08.02.2011 | 16:16 Uhr |

Heute ist der Tag des sicheren Internets in Europa. Eurostat hat aus diesem Anlasse eine Studie veröffentlicht, laut der 31 Prozent der EU-Bürger im Jahr 2010 mit Computer-Schädlingen zu kämpfen hatten.

Die EU-Statistikbehörde Eurostat hat für den heutigen  Safer Internet Day Ergebnisse verschiedener Befragungen europäischer Bürger zusammen getragen und ausgewertet. Demnach sind vor allem Menschen in Bulgarien (58 Prozent), auf Malta (50 Prozent) und in der Slowakei (47 Prozent) von Malware-Problemen stark betroffen. Deutsche liegen eher am unteren Ende der Skala.

Die Zahlen stammen aus Umfragen unter Bürgern der 27 EU-Staaten zwischen 16 und 74 Jahren und wurden überwiegend bereits im Laufe des Jahres 2010 erhoben. Eurostat errechnet einen Durchschnitt von 31 Prozent aller EU-Bürger, die von Malware betroffen waren. Die wenigsten Betroffenen gibt es laut Eurostat in Österreich (14 Prozent), Irland (15 Prozent), Finnland (20 Prozent) und Deutschland (22 Prozent). Angaben über die Höhe der entstandenen Schäden gibt es hingegen nicht.

Der Missbrauch persönlicher Daten ist vor allem in Bulgarien und Spanien (je 7 Prozent) sowie in Italien und den Niederlanden (je 6 Prozent) ein großes Problem. Der EU-Durchschnitt beträgt vier Prozent. Im Schnitt drei Prozent haben finanzielle Verluste durch Phishing-Angriffe oder Missbrauch ihrer EC- oder Kreditkarte erlitten. Vor allem Internet-Nutzer in Lettland (8 Prozent), Großbritannien (7 Prozent) sowie Malta und Österreich (je 5 Prozent) sind hiervon betroffen.

Etwa 84 Prozent der Befragten haben angegeben eine Sicherheitslösung einzusetzen, um sich zu schützen. Vorbildlich sind hier die Niederlande (96 Prozent), Luxemburg, Malta und Finnland (je 91 Prozent). Deutschland kommt auf 88 Prozent und liegt somit immerhin über dem erfreulich hohen Durchschnitt.

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