Safari-Cookie

Google muss vielleicht 10 Millionen Dollar Strafe zahlen

Montag den 07.05.2012 um 11:23 Uhr

von Benjamin Schischka

Muss Google 10 Millionen Dollar Strafe zahlen?
Vergrößern Muss Google 10 Millionen Dollar Strafe zahlen?
© iStockphoto.com/blackred
Weil Google Safari-Nutzern heimlich einen Cookie unterschob, muss der Konzern vielleicht bald ein dickes Bußgeld zahlen. Betroffen waren nicht nur PC-User.
Im Februar ist der Stanford-Forscher Jonathan Mayer einem geheimen Google-Cookie auf die Schliche gekommen. Das hatte sich trotz Sicherheitsmaßnahme im Browser als Drittanbieter-Cookie auf die Rechner von Safari-Surfern gemogelt . Google verteidigte sich damals laut Wall Street Journal noch: Der Cookie habe nur eine sehr kurze Lebenszeit und diene lediglich dem Komfort der User. Wie Bloomberg berichtet , könnte Google nun zu einer Strafzahlung von über 10 Millionen Dollar verdonnert werden – wegen des Cookies.

Bloomberg beruft sich dabei auf eine anonyme Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut sei. Das Bußgeld werde von der U.S. Federal Trade Commission (kurz FTC) verhängt. Diese schützt in den USA unter anderem Verbraucherrechte. Laut Bloomberg wäre es das erste Bußgeld, dass die FTC wegen Verletzung der Privatsphäre im Internet vergibt. Der Google-Sprecher Chris Gaither soll bereits Googles Kooperation mit den Behörden zugesichert haben. Von FTC liegt Bloomberg bislang kein Kommentar vor.

Betroffen vom geheimen Google-Cookie waren nicht nur PCs und Laptops mit installiertem Safari, sondern auch iPhones und iPads. Eigenen Aussagen zufolge habe Google „das nicht erwartet“ und nach Bekanntwerden des Falls den Safari-Code wieder entfernt.

Schon kurz nach Bekanntwerden des Safari-Cookies von Google mischt sich übrigens Microsoft ein. „Wieder einmal ist das Thema Privatsphäre in den Nachrichten“, kommentiert Ryan Gavin, General Manager Internet Explorer Business and Marketing von Microsoft und empfahl den Internet Explorer. Einen Tag später wird bekannt, dass Google auch IE-Usern heimlich Cookies unterschiebt . Microsoft reagiert mit einer Blocking-Liste.

Montag den 07.05.2012 um 11:23 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1449603