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SWIFT warnt Banken vor Cyber-Attacken

31.08.2016 | 14:31 Uhr |

Nach neuen Hacker-Angriffen drängt SWIFT seine Mitgliedsbanken zur Einhaltung der strengeren Sicherheitsvorkehrungen.

SWIFT, die Gesellschaft für Telekommunikation zwischen Banken weltweit, warnt ihre Mitgliedsbanken in einem Rundbrief vor einer erhöhten Sicherheitsbedrohung durch Cyber-Angriffe. In dem Brief, welcher der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, heißt es, dass es seit Juni vermehrt zu Hacker-Angriffen gekommen sei. Die Angriffe seien hartnäckig, anpassungsfähig und ausgeklügelt und würden vor allem Banken mit schwachen Sicherheitsvorkehrungen ins Visier nehmen.

Laut SWIFT hätten mehrere Kreditinstitute bei diesen Angriffen durch falsche Zahlungsanweisungen Geld verloren. Details und konkrete Summen gibt die Gesellschaft jedoch nicht an. Bei den betroffenen Banken sei es den Angreifern gelungen, in die lokalen Netzwerke einzudringen und große Summen durch gefälschte Zahlungsanweisungen zu erbeuten.

In dem Brief drängt SWIFT seine Mitgliedsbanken erneut darauf, die lokalen Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Empfohlen werden stärkere Systeme zu Nutzer-Authentifizierung und Updates für die Software zum Empfangen und Versenden von Nachrichten. Die gemeinnützige Organisation hat jedoch Schwierigkeiten, diese Forderungen auch durchzusetzen.

Erst im Februar war es bei der Bangladesh Bank zu einem großen Cyber-Bankraub gekommen. Hacker konnten dabei 81 Millionen US-Dollar erbeuten. Der Raub gelang durch zu schwache Sicherheitsmaßnahmen. Die Bank verfügte nicht über eine Firewall und nutzte gebrauchte und veraltete Switches für ihr internes Netzwerk. Damit war es den Hackern ein leichtes, ins Netzwerk einzudringen und große Summen mit Hilfe von gefälschten Zahlungsanweisungen zu stehlen.

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