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SMS und Twitter sollen Altersgrenze ab 14 Jahren bekommen

23.12.2012 | 15:05 Uhr |

Der Rat für deutsche Rechtschreibung fordert ein Mindestalter für die Nutzung von Twitter und den Versand von SMS-Nachrichten.

Der Jugendschutz steht in Deutschland für viele Institutionen an erster Stelle. Der Vorsitzende des deutschen Rechtschreiberates, Hans Zehetmair, stellt nun jedoch eine fragwürdige Forderung: Er sieht in der Nutzung von Twitter oder SMS-Botschaften einen Angriff auf die deutsche Hochsprache. Daher sollten Kinder unter 14 Jahren von diesen Kommunikationsformen ausgeschlossen werden.

Durch die Zeichenknappheit bei Twitter oder in einer SMS müsste die Hochsprache extrem verkürzt werden. Das Ergebnis wären vereinfachte und einfallslose Inhalte. Da der Wortschatz gerade bei Kindern noch nicht gefestigt wäre, entstünde in diesem Bereich eine bedenkliche Situation, die sich negativ auf die Entwicklung auswirken könnte.

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Kritiklos wurde dieser Vorschlag jedoch nicht aufgenommen. Unterschiedliche Sprachwissenschaftler sehen in der in SMS-Botschaften verwendeten Sprache keinen Verfall. Ganz im Gegenteil: Die Beschränkung könnte sogar die Fantasie der Nutzer fördern. So müsste die beabsichtigte Botschaft auf Twitter oder in einer SMS gekonnt formuliert werden, sogar für Emotionen bliebe da noch Platz.

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