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SIM-lock-freies iPhone: Hacker machen weiter Fortschritte

03.07.2007 | 14:12 Uhr |

Bei dem Versuch, das iPhone zu entsperren, sind Hacker eigenen Angaben zufolge einen "sehr großen Schritt" weiter gekommen.

Die SIM-Lock-Sperre in Handys soll in erster Linie verhindern, dass Anwender sich ein vom Mobilfunkanbieter A subventioniertes Mobiltelefon besorgen um es dann mit einem billigeren Tarif des Anbieters B zu nutzen. Im Falle des iPhones liegt die Sache aber etwas anders, denn AT&T verlangt den vollen Listenpreis. Zudem hat dieser Anbieter in den USA das iPhone in den nächsten fünf Jahren exklusiv im Angebot.

Grund genug also für Hacker, sich die Sache mit dem SIM-lock einmal genauer anzusehen . Und es scheint zügig voran zu gehen, denn mittlerweile ist es den Tüftlern eigenen Angaben zufolge gelungen, den Aktivierungsprozess des iPhones zu umgehen. Die Aktivierung erfolgt normalerweise über iTunes. Wird diese nicht vorgenommen, kann das Gerät nicht genutzt werden.

"Wir waren einigermaßen erfolgreich, dem iPhone den Aktivierungsprozess vorzutäuschen. Dies sollte es uns ermöglichen, das Handy zu aktivieren", so ein Anwender namens "gj" auf iPhone Dev Wiki, einer der vielen Web-Seiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen. "Es könnte sogar sein, dass dies dazu führt, dass die SIM-lock-Sperre gar nicht erst eingerichtet wird, noch konnten wir dies aber nicht überprüfen", so "gj" weiter.

Mittlerweile sei es den Hackern möglich, Daten auf dem iPhone zu schreiben und zu lesen. Auch könne überprüft werden, ob das Handy aktiviert wurde, oder nicht. "Der Rest ist im Grunde Handarbeit, da wir nun lernen müssen zu verstehen, wie bestimmte Funktionen mit dem Handy funktionieren", so ein Eintrag auf der Site.

Sollte es gelingen, das iPhone zu entsperren, wirft dies aber weitere Fragen und möglicherweise auch Probleme auf: Beispielsweise ist unklar, ob iTunes die Möglichkeit hat festzustellen, ob ein iPhone bei AT&T registriert ist, oder nicht. Und wenn ja, wie die Software dann reagieren wird.

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