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SCO zeigt Analysten umstrittenen Code - Novell zieht Ansprüche zurück

11.06.2003 | 11:40 Uhr |

Auf seinem Feldzug gegen das Linux-Betriebssystem und IBM geht die SCO Group jetzt auch an die breitere Öffentlichkeit. Das Unternehmen hat damit begonnen, amerikanischen Analysten Programmcode zu zeigen, der nach Ansicht von SCO belegt, dass der Quellcode des Linux-Betriebssystems teilweise direkt von SCOs Unix Code-Base übernommen wurde.

Auf seinem Feldzug gegen das Linux-Betriebssystem und IBM geht die SCO Group jetzt auch an die breitere Öffentlichkeit. Das Unternehmen hat damit begonnen, amerikanischen Analysten Programmcode zu zeigen, der nach Ansicht von SCO belegt, dass der Quellcode des Linux-Betriebssystems teilweise direkt von SCOs Unix Code-Base übernommen wurde, berichtet unsere Schwesterpublikation "Tecchannel" .

SCOs Präsentation, der Analysten von Gartner und der Aberdeen Group beiwohnten, zeigt Teile der Software, die IBM zur Linux Code-Base beigesteuert hat. Der Code sei vom SCO Unix-Code abgeleitet, der wiederum von AT&Ts System V Unix Code abgeleitet ist, und dann an Linux-User verteilt worden, so SCO. Dies sei eine Verletzung der Lizenzvereinbarung, sagte das Unternehmen.

Den ganzen Juni über wird SCO Analysten und interessierten Journalisten seine vermeintlichen Beweise präsentieren, sagte Chris Sontag, Manager von SCOsource. "Das eine konkrete Beispiel, das ich derzeit zeige, ist (Unix) Code, der Zeile für Zeile in Linux kopiert wurde", sagte Sontag. Dieser Code sei in den Code-Bases von Linux und SCO identisch, was SCO als eine Urheberrechtsverletzung ansehe, so Sontag. Sontag erläuterte nicht im Detail, welche Unix-Teile übernommen wurden. Vermutlich sei aber nicht IBM sondern ein anderes Unternehmen dafür verantwortlich, sagte Sontag.

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