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SCO will ersten Linux-Nutzer verklagen

02.03.2004 | 11:34 Uhr |

Bereits im November hat SCO es angekündigt, jetzt will das Unternehmen Ernst machen und wegen Verletzung der Urheberrechte die erste Firma anklagen, die Linux im Einsatz hat.

Bereits im November hat SCO es angekündigt, jetzt will das Unternehmen Ernst machen und wegen Verletzung der Urheberrechte die erste Firma anklagen, die Linux im Einsatz hat. Dies erklärte der CEO von SCO, Darl McBride am Montag.

Nach Rücksprache mit seiner Anwaltskanzlei, Boies, Schiller und Flexner LLP, habe sich die Liste möglicher Ziele auf eine "Handvoll" der weltweit 1000 größten Unternehmen reduziert, so McBride. "Wir werden die Klage morgen einreichen", so der Manager.

Um welches Unternehmen es sich genau handelt, wollte McBride nicht näher erläutern. Er gab lediglich bekannt, dass es sich um keinen Internet Service Provider oder ein Technologie-Unternehmen handelt, es sich aber bei allen möglichen Zielen um namhafte Firmen handeln soll.

Zudem sagte McBride auf einer Rede bei der Software 2004 Conference in San Francisco, die ebenfalls gestern stattfand, dass weitere Klagen folgen werden. "Ich erwarte zwar nicht hunderte von Klagen wie bei der RIAA, aber ich sehe mehr als eine", so McBride.

Beobachter sind der Ansicht, dass eine Klage gegen derart große Unternehmen lediglich den Untergang von SCO beschleunigen wird. So meint Bruce Perens, Gründer der Open Source Initiative: "Wenn Sie auf diese Weise ein Unternehmen bedrängen, speziell ein Unternehmen der Fortune-1000-Gruppe, eine Firma, die weitaus mehr Anwälte hat, als SCO, könnte die ganze Sache nach hinten losgehen." Und weiter: "SCO kann so viele Anwender verwirren, wie es möchte. Sie werden letztendlich vom Markt verschwinden. Sie können diese Klagen nicht gewinnen."

Linux-Anwender von SCO-Klagen nicht betroffen (PC-WELT Online, 12.02.2004)

Torvalds: SCO-Klage eine Chance für Linux (PC-WELT Online, 04.02.2004)

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