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SCO warnt Linux-Nutzer vor Copyright-Verstoß

16.05.2003 | 08:41 Uhr |

SCO (ehemals Caldera) hat in einer Pressemitteilung Linux als unautorisiertes Derivat von Unix bezeichnet und als überraschende Konsequenz seine eigene Linux-Distribution eingestellt. Im direkten Zusammenhang steht, dass die SCO Group sich als Eigentümer von Unix sieht und deswegen bereits IBM verklagt hat.

SCO (ehemals Caldera) hat in einer Pressemitteilung Linux als unautorisiertes Derivat von Unix bezeichnet und als überraschende Konsequenz seine eigene Linux-Distribution eingestellt, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet. Im direkten Zusammenhang steht, dass die SCO Group sich als Eigentümer von Unix sieht und deswegen bereits IBM verklagt hat.

Dass SCO die eigene Distribution zurückzieht, soll wohl die Ernsthaftigkeit der mehr oder minder unverblümten Drohung an andere Linux-Distributoren unterstreichen. Laut Chris Sontag, Senior Vice President und General Manager von SCOsource, verstößt Linux gegen das Urheberrecht, weil dort unautorisiert Code von Unix enthalten sei. Daraus erwachse für SCO quasi die Verpflichtung, kommerzielle Linux-Benutzer auf diesen Umstand aufmerksam zu machen.

Vor möglichem Regress geschützt seien nur die Nutzer der eigenen Distributionen (SCO Linux und Caldera OpenLinux), ließ Sontag wissen. Durch den Anspruch auf Unix sieht SCO sich durchaus in der Lage, einen solchen einzufordern.

In einem offenen Brief an kommerzielle Nutzer erläutert SCO die eigene Position. Vergleichbar dem Kampf der Musikindustrie gegen Raubkopien wolle man alles unternehmen, um die eigenen Rechte zu schützen.

SCO war noch vor Kurzem an der Herausgabe von UnitedLinux beteiligt und hat dabei unter anderem mit Suse zusammengearbeitet. Dies scheint nun bedeutungslos.

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