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SCO feuert Breitseite auf die Open-Source-Gemeinde ab

11.09.2003 | 10:29 Uhr |

SCO-Chef Darl McBride hat sich in einem offenen Brief an die Open-Source-Community gewandt. McBride bezeichnete die Debatte über Open-Source-Software als gesund und fruchtbar. Es würden sich langfristige Vorteile für die Anbieter ergeben, wenn man ein neues Geschäftsmodell überprüfe, ehe es im großen Stil den Kunden angeboten werde. Ende August sei es jedoch zu Vorkommnissen gekommen, die die Glaubwürdigkeit der Open-Source-Gemeinde bei Kunden und der gesamten Öffentlichkeit in Frage stelle, so der CEO der Unix-Company.

SCO-Chef Darl McBride hat sich in einem offenen Brief an die Open-Source-Community gewandt, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche . McBride bezeichnete die Debatte über Open-Source-Software als gesund und fruchtbar. Es würden sich langfristige Vorteile für die Anbieter ergeben, wenn man ein neues Geschäftsmodell überprüfe, ehe es im großen Stil den Kunden angeboten werde. Ende August sei es jedoch zu Vorkommnissen gekommen, die die Glaubwürdigkeit der Open-Source-Gemeinde bei Kunden und der gesamten Öffentlichkeit in Frage stelle, so der CEO der Unix-Company.

Er bezog sich dabei zum einen auf die Totalausfälle des Web-Auftritts von SCO vor zwei Wochen, die durch DoS-Attacken verursacht (Denial of Service) wurden. Dies seien bereits der zweite und dritte Angriff auf die Firmen-Website innerhalb von vier Monaten gewesen, schrieb McBride. Die Herkunft der Attacke stehe dabei außer Frage, nachdem OSI-Vorstand Eric Raymond eigenen Angaben zufolge Kontakt zu dem Urheber habe. Zwar sei es Raymond anzurechnen, dass er den Hacker aufgefordert habe, die DoS-Angriffe unverzüglich zu beenden. Die Identität der Angreifers habe er aber geheim gehalten, so der SCO-Manager.

Dass Raymond und die Community nicht dabei helfen, diese Art von Verbrechen zu stoppen, werfe ein dunkles Licht auf die Bewegung. Allein dadurch werde in Frage gestellt, ob Open-Source überhaupt schon reif sei, eine wichtige Rolle im Unternehmensgeschäft einzunehmen, so McBride. Es könne nicht angehen, dass Firmen Computerattacken fürchten müssen, wenn sie eine Position beziehen, die der Linux-Gemeinde nicht passt.

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