132542

SCO fand schon 2002 keine Beweise gegen Linux

15.07.2005 | 14:16 Uhr |

SCO weiß schon seit Jahren, dass Linux nicht von Unix abgekupfert wurde. Das geht aus einer Mail hervor, die der Internet-Law-Website Groklaw am Donnerstag veröffentlichte. SCO bestätigte mittlerweile die Echtheit dieser Mail.

SCO weiß schon seit Jahren, dass Linux nicht von Unix abgekupfert wurde. Das geht aus einer Mail hervor, die der Internet-Law-Website Groklaw vorliegt. Darin schreibt der SCO-Ingenieur Michael Davidson am 13. August 2002: "Am Ende haben wir absolut nichts gefunden, beispielsweise keinen Beweis irgendwelcher Urheberrechtsverletzungen."

Davidson schrieb laut einem Bericht unserer Schwesterpublikation Computerwoche , die Mail an Reg Broughton, damals Senior Vice President bei SCO, der sie an den kurz zuvor zum CEO der Firma ernannten Darl McBride weiterleitete. Die Nachricht ist eines der Dokumente, die SCO auf Antrag von IBM in dem seit über zwei Jahren laufenden Gerichtsverfahren vorlegen musste. SCO hatte Big Blue 2003 verklagt, urheberrechtlich geschützten Unix-Code auf Linux und die eigenen Unix-Derivate übertragen zu haben.

Der Unix-Spezialist Davidson beschreibt, dass er erfolglos den Linux-Sourcecode untersucht hat: "Ein externer Berater wurde hinzugezogen, weil ich schon meine Meinung (basierend auf sehr detailliertes Wissen über unseren eigenen Sourcecode und angemessen weite Auseinandersetzung mit Linux und anderen Open-Source-Projekten) geäußert hatte, dass es eine Zeitverschwendung wäre und wir nichts finden würden."

0 Kommentare zu diesem Artikel
132542