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SCO bittet Gericht um Verschiebung der Verhandlung gegen IBM

08.04.2004 | 13:59 Uhr |

Auf Grund von Verzögerungen beim Untersuchungsvorgang der Informationen von IBM hat SCO das Gericht um eine Verschiebung der Verhandlung um fünf Monate gebeten.

Auf Grund von Verzögerungen beim Untersuchungsvorgang der Informationen von IBM hat SCO das Gericht um eine Verschiebung der Verhandlung um fünf Monate auf Mitte September 2005 gebeten. In dem Prozess soll geklärt werden, ob IBM Urheberrechte von SCO verletzt hat. Die Schadenersatzforderung liegt bei fünf Milliarden Dollar.

Die Angelegenheit war "effektiv für vier Monate stillgelegt", so SCO in einem Antrag an das Gericht. Schuld an den Verzögerungen sei IBM. Laut Unternehmen habe IBM angeforderte Informationen verspätet geliefert und somit verhindert, dass der Prozess pünktlich stattfinden kann.

IBM wiederum verneinte diesen Vorwurf und möchte seinerseits auf diesen Antrag "vor Gericht reagieren", so IBM-Sprecher Mike Darcy.

Im Dezember 2003 ordnete Richter Brooke Wells an, dass SCO mehr Details über die angeblichen Urheberrechtsverletzungen seitens IBM vorlegen müsse. Diese Entscheidung habe dazu beigetragen, dass der Untersuchungsprozess sich verzögert habe, so SCO.

Open-Source-Experte Bruce Perens vertritt eine andere Ansicht. Demnach trage SCO den größten Anteil an den Verspätungen, da das Unternehmen unsinnige Forderungen an IBM gestellt hat, so Perens. So habe "SCO hat IBM nach Dingen gefragt, deren Bereitstellung (?) unmöglich waren." Und weiter: "SCO hat buchstäblich nach jeder Unix-Version gefragt, die IBM erstellt hat."

Des weiteren sei laut Perens eine Verzögerungstaktik seitens SCO nicht überraschend. "Vom ersten Tag an war alles, was sie getan haben, dazu da, den Prozess zu verzögern. Eine schnelle Lösung des Falls wäre kein Vorteil für SCO, da sie verlieren werden."

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