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SCO: Erste Kommentare zur Code-Analyse

16.06.2003 | 14:29 Uhr |

In der letzten Woche begann SCO damit, diversen Analysten Teile des in Linux angeblich kopierten Codes von Unix zu zeigen. Die Bewertung der Experten fiel allerdings unterschiedlich aus.

In der letzten Woche begann SCO damit, diversen Analysten Teile des in Linux angeblich kopierten Codes von Unix zu zeigen, um die Vorwürfe gegen IBM zu erhärten. In dem Rechtsstreit geht es immerhin um Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar.

Allerdings bewerteten die Analysten die "Beweise" von SCO sehr unterschiedlich, zudem dürfen sie keine tiefer gehenden Details preisgeben, da sie mit dem Unternehmen ein so genanntes "nondisclosure-Agreement" (Geheimhaltung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt) geschlossen haben, um überhaupt erst Einsicht in den Code zu erhalten.

Laura DiDio, Analystin der "Yankee Group" aus Boston erklärte, dass sie "zwei oder drei" Beispiele im Linux-Code sah, die den Anschein hatten, ein "copy and paste"-Gegenstück des Unix-Codes von SCO zu sein.

"Die Gerichte müssen dies letztendlich überprüfen, aber basierend auf dem, was ich gesehen habe (...) denke ich, dass es eine Basis für einen glaubwürdigen Fall seitens SCO gibt", so DiDio.

George Weiss, Analyst bei Gartner, untersuchte einige Dokumente, die in Zusammenhang mit dem Rechtekauf von Unix stehen. Den Code selbst konnte er nicht untersuchen, da er das "nondisclosure-Agreement" nicht unterzeichnen wollte.

Allerdings sieht Weiss die Position von SCO und deren Ansprüche an Unix anhand der Verträge gestärkt.

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