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Neue Storage-Systeme für Kleinunternehmen von EMC

18.02.2008 | 10:15 Uhr |

Geerationswechsel bei der Clariion-Familie. Die neuen AX4-Modelle sollen die wachsenden Storage-Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen befriedigen.

Mit einer neuen Serie von SAN-Speichern will EMC kleine und mittelgroße Firmen ansprechen. Die Clariion-AX4-Systeme sollen die AX150-Generation der Clariion-Klasse ablösen. Zwar sind die Systeme für den Einsatz in Storage Area Networks (SANs) ausgelegt, können aber laut Hersteller sowohl in mit VMware virtualisierten wie auch traditionellen IT-Umgebungen betrieben werden.

Eine AX4-Konfiguration lässt sich aus bis zu fünf Storage-Systemen zusammenstellen. Jeden Speicher können die Anwender mit bis zu zwölf Festplatten bestücken. Damit lassen sich AX4-Umgebungen bis zu einem Speichervolumen von 60 Terabyte (TB) skalieren. Allerdings sind derzeit nur Drives mit einer Kapazität von 750 Gigabyte (GB) verfügbar. Die 1-TB-Varianten sollen ab März auf den Markt kommen.

Kunden können in der AX4-Klasse sowohl Serial-Attached-SCSI-(SAS-) wie auch Serial-Advanced-Technology Attachment-(SATA-)Drives verwenden. Auch ein Mischbetrieb beider Festplattentypen ist laut Hersteller möglich. Die AX4-Storage-Systeme lassen sich mit einer Fibre-Channel-(FC-) oder iSCSI-Schnittstelle ordern. Einen Preisunterschied zwischen beiden Varianten soll es nicht geben. Eine AX4-Konfiguration soll sich mit bis zu 64 physikalischen beziehungsweise virtuellen Servern verbinden lassen. Integriert sind ferner zwei Raid-Controller mit je 1 GB Cache. Außerdem bietet die neue Speicherfamilie eine Batteriepufferung, so dass sich die Geräte nach einem Stromausfall sicher herunterfahren lassen.

Verwaltet wird die AX4 mit dem EMC-eigenen Management-Tool "Navisphere". Über eine grafische Benutzeroberfläche können Anwender damit Platten-Pools und virtuelle Disks erstellen sowie einem Server beziehungsweise einer Anwendung Speicherkapazitäten zuordnen und im laufen-den Betrieb verändern. Zusätzlich bietet der Hersteller verschiedene Snapshot-, Replication- und Mirroring-Funktionen. Außerdem sollen sich mit Hilfe von Vir-tual-LUN- und Meta-LUN-Funktionen (LUN = Logical Unit Number) Daten einfach und unterbrechungsfrei migrieren lassen.

Mit der AX4-Familie will EMC die gestiegenen Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen an ihre Speicherumgebun-gen erfüllen. Nach Einschätzung von Barry Ader, Marketing Director von EMC, beschäftigen sich immer mehr Firmen damit, ihre Server-Landschaften zu konsolidieren. Dabei spiele auch das Thema Virtualisierung eine große Rolle. Doch mit den neu strukturierten Server-Umgebungen stiegen auch die Bedürfnisse in Sachen Speichernetze. Gerade für mittelständische Firmen müsse sich der Speicher aber einfach und flexibel handhaben lassen. Darüber hinaus benötigten die Unternehmen ausreichend Spielraum, um die Storage-Kapazität ausbauen zu können.

Regulatorische Vorschriften, komplexere Anwendungslandschaften sowie die engere Verknüpfung der IT-Systeme von Geschäftspartnern via Internet stellten immer größere Herausforderungen an die nachgelagerten Speichersysteme, bestätigt IDC-Analyst Rick Villars. Auf der anderen Seite hätten kleinere Firmen in aller Regel nicht das Know-how und das Budget, um komplexe Storage-Umgebungen zu implementieren.

Mit Techniken wie Storage-Virtualisierung sowie der einfacheren iSCSI-Anbindung will EMC diese Marktbedingungen berücksichtigen, erläutert EMC-Manager Ader. Aus Sicht des Herstellers werden beide Techniken in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die AX4-Storage-Systeme sind ab sofort über das Partner- und Reseller-Netz von EMC verfügbar. Die Preise für die Einstiegskonfiguration mit einer Kapazität von 3 TB beginnen bei knapp 6000 Euro. (ba)

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