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S.A.D. verliert im CopyCount-Streit

02.03.2004 | 16:00 Uhr |

S.A.D hat bei der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht München I seinen Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung des deutschen Phonoverbands (IFPI) zurückgezogen. Das Gericht habe laut Angaben der IFPI den Vertretern von S.A.D. "unmissverständlich klar" gemacht, dass "Programme zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen ausnahmslos" illegal seien. Um den Rechtsstreit zu beenden hat S.A.D. schließlich seinen Widerspruch zurückgezogen.

S.A.D hat bei der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht München I seinen Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung des deutschen Phonoverbands (IFPI) zurückgezogen. Das Gericht habe laut Angaben der IFPI den Vertretern von S.A.D. "unmissverständlich klar" gemacht, dass "Programme zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen ausnahmslos" illegal seien. Um den Rechtsstreit zu beenden hat S.A.D. schließlich seinen Widerspruch zurückgezogen.

Die IFPI hatte Anfang Februar durch die einstweilige Verfügung die Verbreitung des SAD-Patches "CopyCount" gestoppt, mit dem Besitzer der SAD-Programme "DCS - DVD Copy Suite", "MovieJack DVD" und "MovieJack 3.5" bis zu drei Kopien von urheberrechtlich geschützten DVDs erstellen konnten.

"Die Verunsicherung der Verbraucher hat endlich ein Ende. Der Software-Patch CopyCount von S.A.D. ist illegal und wird nicht weiter vertrieben werden", so Gerd Gebhard, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände.

Das von S.A.D. vorgelegte Rechtsgutachten sei vom Gericht "ausdrücklich widerlegt" worden, betont die IFPI. Mit diesem Rechtsgutachten hatte S.A.D. im Vorfeld die Rechtmäßigkeit von "CopyCount" begründet. Gebhard sieht den Fall als auch eine Warnung an andere Anbieter. Das Ergebnis sei "nicht nur eine Niederlage für S.A.D., sondern vielmehr eine klare Absage an alle Anbieter von Kopierschutzknackern."

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