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Russland will Super-Panzer T-14 Armata zur Drohne umbauen

18.05.2015 | 13:37 Uhr |

Der T-14 Armata ist Russlands neuer Super-Panzer und bis an die Zähne bewaffnet. Bald schon könnte der T-14 gänzlich ohne Besatzung auskommen.

Vor weniger als einem Monat feierte Russland seinen neuen Super-Panzer - den T-14 "Armata" - mit einer Fahrt durch das Zentrum von Moskau. Das 55-Tonnen-Monster ist die erste Neuentwicklung eines Panzers in Russlands nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Wie der Spiegel berichtete , feuert der T-14 durch eine 125-Millimeter-Glattrohrkanone und der Gefechtsturm wird per Funk gesteuert. Bis ins Jahr 2020 wolle man 2.300 der Kampfpanzer produzieren. Zum Vergleich: Die Bundeswehr verfügt gegenwärtig über 225 "Leopard 2". Doch der "Armata" ist kein Schnäppchen. Umgerechnet 7,2 Millionen soll das Stück kosten - dreimal so viel wie der alte T-90, der durch den neuen Panzer abgelöst wird. Kritiker weisen auf die klammen Staatskassen und die momentan schleppende Wirtschaft Russlands hin.

Panzer soll ferngesteuert ins Kampfgebiet rollen

Nach und nach werden neue Details zum "Armata" bekannt. So will Russland dem Kampfpanzer nicht nur eine Kanonen-Update spendieren (152 Millimeter statt 125 Millimeter), sondern den T-14 auch in eine Drohne umbauen. Der Fahrer kann den Panzer dann aus der Ferne mit einem Gamepad steuern, das an einen Playstation-Controller erinnere, wie der Stern berichtet.

Für die Steuerung aus der Ferne sei aber ein hohes Maß an Automatisierung notwendig, schreibt die Webseite ingenieur.de . Der Panzer könne gleichzeitig 40 Landziele und 25 Luftziele beobachten. Seine Feuerreichweite liegt bei bis zu zwölf Kilometer. Ein elektronisch gesteuertes System erkenne Minen auf seinem Fahrweg und kann diese auch gleich bekämpfen. Am Turm befinden sich Abwehrwaffen, die feindlichen Raketen einen Wall von Projektilen entgegen schleudern können.

Was passieren kann, wenn die Fernsteuerung oder die Sensorik versagt und so ein Gigant unkontrolliert auf eine Stadt zurollt, mag man sich jedoch gar nicht ausmalen.

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