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Russland strebt rasche Lösung des Piraterie-Problems an

17.03.2007 | 13:58 Uhr |

Auf der Computermesse CeBIT hat Russland das Bestreben zur Eindämmung der ausufernden Software-, Musik- und Video-Piraterie bekräftigt. „Wir sind uns des Problems bewusst. Wir hoffen, dass wir es in nächster Zeit lösen können“, bestätigte der russische Telekommunikationsminister Leonid Reiman.

Laut Reiman gehen die russischen Behörden bereits entschieden gegen Computer-Kriminalität vor. Außerdem sprach sich der Telekommunikationsminister für eine starke Rolle des Staates bei der Entwicklung der russischen Telekom-Infrastruktur aus. Nach Planung der Regierung sollen erste UMTS-Netze in mehreren Großstädten bereits in diesem Herbst den Betrieb aufnehmen. Die Verteilung der Lizenzen übernehme eine Kommission.

Wie Reiman betonte, gebe es “Probleme mit Urheberrechtsverletzungen wie Piraterie oder illegale Kopien nicht nur in Russland, sondern auch in den westlichen Industrieländern“. In den vergangenen Jahren habe Russland, mit der Schließung mehrer Fabriken zur Herstellung illegaler Kopien, bereits Fortschritte gemacht. Russland habe in den vergangenen Jahren bereits Fortschritte gemacht. Bisherige Gesetzeslücken wolle man nun mit einem neuen Zivilrechtscode schließen.

Neben Software-Piraterie zählen IT-Sicherheitsexperten Russland neben China und Lateinamerika auch zu den Regionen, aus denen die meisten Spam-Mails und Virenprogramme kommen. Laut Reiman sei dies jedoch nur „einer dieser Mythen“. Russland führe einen konsequenten Kampf gegen Schadsoftware, betonte er. Außerdem sprach er sich für die Schaffung rechtlicher Grundlagen aus, um Internet-Kriminalität über nationale Grenzen hinweg verfolgen zu können.

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