1843370

Russischer Geheimdienst will 70 Mio. Internet-Nutzer überwachen

21.10.2013 | 18:04 Uhr |

Nach der NSA sorgt nun auch der russische Geheimdienst FSB für Schlagzeilen. Die Behörde will die Internet-Kommunikation von rund 70 Millionen Russen überwachen.

Während der US-Geheimdienst NSA für seine Internet-Überwachungsmethoden in den vergangenen Wochen immer wieder in die Kritik geriet, will der russische Inlandsgeheimdienst FSB seine Internetkontrollen nun sogar noch ausweiten. Russische Internet-Provider wurden laut einem Bericht der Zeitung Kommersant vom FSB aufgefordert, Schnittstellen zur Verfügung zu stellen, über die der Geheimdienst Traffic aus dem russischen Segments des WWW abschöpfen kann.

Das Überwachungsvorhaben des FSB stößt jedoch nicht bei allen Providern auf Gegenliebe. So bezeichnete Vimpelcom, einer der größten Internet-Anbieter in Russland, die FSB-Pläne als verfassungswidrig. Ob die Industrie gegen die Geheimdienstpläne etwas wird ausrichten können, bleibt abzuwarten.

Deutsche Regierung bestätigt zweites PRISM

Den Berichten zufolge sollen die Provider ihre Netze im Rahmen der Verordnung mit Spezialtechnik ausstatten. Über diese Schnittstellen kann die Behörde dann nicht nur Verbindungsdaten, sondern auch den kompletten Datenverkehr abgreifen und für zwölf Stunden speichern. Ab 1. Juli 2014 soll die neue Regelung in Kraft treten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1843370