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Russischer Hacker in den USA verurteilt

07.10.2002 | 14:01 Uhr |

Ein russischer Hacker ist in den USA zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 690.000 Dollar verurteilt werden. Das gab das US-Justizministerium am Wochenende bekannt. Das Brisante an dem Fall: Das FBI hatte den Hacker mit einem Jobangebot in die USA gelockt und anschließend verhaftet.

Ein russischer Hacker ist in den USA zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 690.000 Dollar verurteilt werden. Das gab das US-Justizministerium am Wochenende bekannt. Das Brisante an dem Fall: Das FBI hatte den Hacker mit einem Jobangebot in die USA gelockt und anschließend verhaftet. Im Vorfeld hatte das FBI durch Einbruch Zugriff auf russische Netzwerke erlangt und war dem Hacker so auf die Schliche gekommen.

Der 27jährige Russe Vasiliy Gorshkov hatte zusammen mit seinem Komplizen Alexey Ivanov Kreditkartennummern von US-Amerikanern bei elf Unternehmen gestohlen. Im November 2000 waren sie schließlich verhaftet worden.

Die Umstände, wie es zu den Festnahmen kam, lesen sich wie in einem Thriller-Roman: das FBI gründete in Seattle eine Scheinfirma und offerierte den Hackern Jobs als Sicherheitsexperten. Als die Russen das Netzwerk der Scheinfirma einem Sicherheitscheck unterziehen wollten, lud ihnen das FBI ein Keylogger-Programm auf die Rechner. Dadurch konnte das FBI jeden Tastaturschlag der Hacker aufzeichnen.

Der russische Staatssicherheitsdienst FSB protestierte vor einem Jahr gegen die Methoden des FBIs, russische Netzwerke abzuhören. Der Protest blieb allerdings erfolglos: Sowohl die US-Regierung als auch der zuständige Richter verweigern den russischen Behörden den Zugriff auf die an der Aktion beteiligten FBI-Agenten.

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