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Russische Sojus bringt drei Astronauten sicher zur ISS

23.07.2015 | 13:50 Uhr |

Nach der Pluto-Sonde New Horizons meldet die Weltraumfahrt einen weiteren Erfolg nach einer langen Durststrecke: Drei Astronauten erreichten mit einer russischen Sojus-Kapsel die ISS.

Die Weltraumfahrt musste eine Zeitlang mehrere harte Rückschläge hinnehmen. So zerschellte im April 2014 eine Falcon-9-Rakete bei dem Versuch auf einem Drohnen-Schiff zu landen. Wobei die Falcon-9-Rakete des privaten Weltraum-Unternehmens SpaceX zuvor immerhin noch die ISS versorgen konnte. Das schaffte der im Mai ins Weltall geschossene russische Raumtransporter dagegen nicht mehr, er stürzte stattdessen auf die Erde. Und im Juni scheiterte ein weiterer Versuch die Astronauten auf der ISS mit Nachschub zu versorgen, weil die Falcon-9-Rakete mit dem Dragon-Transporter an Bord kurz nach dem Start explodierte. Und dann ist auch noch der Kontakt zur Kometen-Sonde Philae abgebrochen.

Die sechs Mann an Bord der ISS.
Vergrößern Die sechs Mann an Bord der ISS.
© Nasa

Doch seit Anfang Juli läuft es jetzt wieder rund. Anfang Juli brachte nämlich eine russische Versorgungsrakete Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS. Vor allem aber: Die Weltraumsonde New Horizons funkt seit Tagen faszinierende Aufnahmen von Pluto und dreien seiner Monde zur Erde. Mit sensationellen Neuentdeckungen wie zwei großen Gebirgszügen und einer riesigen Eisfläche auf dem Pluto oder der roten Färbung des Pluto-Mondes Nix.

Sechs Astronauten an Bord der ISS: Multikulti-Team

Und nun sind auch noch drei neue Astronauten (ein Russe, ein Amerikaner und ein Japaner) auf der ISS eingetroffen, wie man hier auf Twitter erfährt. Sie verstärken die dort bereits befindliche dreiköpfige Besatzung (bestehend aus zwei Russen und einem US-Amerikaner), wie die Nasa jetzt mitgeteilt hat. Eine russische   Sojus TMA-17M brachte die Neuankömmlinge zur ISS, die sich zum Andock-Zeitpunkt über dem Ozean bei Ecuador befand. Aufgrund der oben genannten Fehlschläge hatte sich das Eintreffen der drei Astronauten erheblich verzögert.

Die sechs Astronauten werden gemeinsam einige Hundert Experimente aus den Bereichen Biologie, Bio-Technologie, Physik und Naturkunde durchführen.

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