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Russische Hacker kapern Internet-Satelliten

11.09.2015 | 05:34 Uhr |

Der Umweg über einen Satelliten erlaubte es einer russischen Hackergruppe, den Standort der eigenen Server zu verbergen.

Die russische Hackergruppe Turla hat seit 2007 mehrfach Internet-Satelliten übernommen, um darüber Daten von infizierten Rechnern zu stehen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Antiviren-Herstellers Kaspersky Lab.

Turla steht im Verdacht, vom russischen Staat beauftragt worden zu sein. Seit über zehn Jahren greift die Gruppe Regierungsstellen, Botschaften und Militäreinrichtungen in über 40 Ländern an. Durch die Übernahme von Internet-Satelitten sei es den Hackern möglich gewesen, ihren eigenen Standort zu verbergen und somit die Abschaltung ihrer Netzwerke zu verhindern.

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Dabei konnten die Hacker ausnutzen, dass Internet-Satelliten eine deutlich größere Region abdecken als klassische Internet-Provider, die ihre Kunden über das Kabelnetz versorgen. Damit konnten sie auch die Rückverfolgung durch Behörden erfolgreich verhindern. Eine von Kaspersky gefundene Malware aus dem Jahr 2007 wurde speziell dafür geschrieben, um die Nutzerkonten eines deutschen Satelliten-Providers zu kapern.

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