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Facebook ist mittlerweile 6,5 Milliarden Dollar wert

14.07.2009 | 16:43 Uhr |

Der Wert von Facebook wird mittlerweile auf 6,5 Milliarden Dollar geschätzt. Das weckt das Interesse der russischen Investoren.

Die russische Venture-Capital-Gesellschaft Digital Sky Technologies (DST) will seine Beteiligung am Social-Network Facebook um weitere 100 Mio. Dollar erhöhen. Das in Moskau ansässige Unternehmen hatte erst Ende Mai Anteile in der Höhe von 200 Mio. Dollar an Facebook erstanden, nach dem abermaligen Investment würde DST über eine Beteiligung von 3,5 Prozent an der Community-Plattform verfügen. DST biete den Mitarbeitern von Facebook an, ihre Beteiligungen für 14,77 Dollar pro Aktie zu verkaufen, wie am Montag mitgeteilt wurde. Der Wert des Unternehmens wird mittlerweile auf 6,5 Mrd. Dollar geschätzt.

Marc Zuckerberg, Gründer und CEO der in Kalifornien ansässigen Social-Networking-Site, stört es offenbar nicht, Mitbewerber ins eigene Boot zu holen und lässt, wahrscheinlich aufgrund der Beteiligungsinteressen, ungewöhnliche Milde gegenüber den Russen walten. Schließlich ist das Social Network Vkontakte , das im alleinigen Besitz von DST steht, ein ziemlich genaues Abbild von Facebook, wie Adam Ostrow vom Internetdienst "Mashable" schreibt.

Bei StudiVZ, das von Design und Aufbau her ebenfalls Ähnlichkeiten mit dem US-amerikanischen Vorbild aufweist, war Zuckerberg weniger nachsichtig und verklagte die deutsche Seite. Der Plagiatsvorwurf wurde vom Gericht jedoch zurückgewiesen. Vkontakte verfügt in der Russischen Föderation bereits über 35 Mio. registrierte User und verdient laut CEO Youri Milner pro User mehr Geld als Facebook, wie er "Forbes" mitteilte. Im Vergleich dazu fallen die User-Zahlen des US-amerikanischen Geschäftspartners niedrig aus. Facebook kommt in Russland auf etwa 500.000 Nutzer.

Die Facebook-Mitarbeiter in Palo Alto haben nun bis Mitte August Zeit, über das russische Angebot, ihre Aktien zu veräußern, nachzudenken. Insgesamt könnten von den Mitarbeitern bis zu 20 Prozent Firmenanteil verkauft werden. Dem Top-Management um CEO Zuckerberg und COO Sheryl Sandberg ist es jedoch nicht erlaubt, ihre Beteiligungen zu Geld zu machen. (pte)

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