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Russen hacken Microsoft

27.10.2000 | 11:58 Uhr |

Hacker aus Russland haben das Netzwerk des Softwaregiganten Microsoft gehackt und möglicherweise Prototypen neuer Windows- und Office Software gestohlen. Microsoft nannte den Vorfall einen "bedauernswerten Akt der Industriespionage" und hat das FBI zur Hilfe gerufen, um den Angriff zu untersuchen.

Hacker aus St. Petersburg haben das Netzwerk des Softwaregiganten Microsoft gehackt und so drei Monate lang Zugriff auf Daten des Unternehmens gehabt. Der Angriff wurde am Mittwoch, den 25.10. von Sicherheitsspezialisten der Firma entdeckt. Sie waren den illegalen Aktivitäten auf die Spur gekommen, als sie entdeckten, dass geheime Passwörter per Mail an einen Empfänger in Russland verschickt wurden.

Nach Informationen das Wall Street Journals geschah der Einbruch mit Hilfe des QAZ-Wurmes. Dieser nutzt das standardmäßige Vorhandensein von Notepad.exe auf Windows-Rechnern aus, um sich über Netzwerke zu verbreiten.

Logfiles belegen, dass bei dem Angriff Quellcode-Daten gestohlen wurden, die möglicherweise Prototypen neuer Windows- und Office Software enthalten. Es ist aber nach Aussage von Microsoft-Sprecher Rick Miller ausgeschlossen, dass Änderungen im Quellcode von Microsoft-Programmen vorgenommen wurden. Er kündigte an, dass sowohl kurz- als auch langfristige Schritte für einen besseren Schutz des Netzwerkes geplant sein.

Miller nannte den Vorfall einen "bedauernswerten Akt der Industriespionage", den das Unternehmen "sehr ernst" nimmt. (PC-WELT, 27.10.2000, meh)

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